Konzerterlebnis in Wülfrath „Con molta passione“ erklingt in der Stadtkirche

Wülfrath · Am 18. Juni gastiert die Mandolinen-Konzertgesellschaft Wuppertal (Makoge) in der Stadtkirche. Sie wird unterstützt von der ukrainischen Koloratursopranistin Nadiia Sheremetieva.

Nadiia Sheremetieva tritt mit Makoge in Wülfrath auf.

Nadiia Sheremetieva tritt mit Makoge in Wülfrath auf.

Foto: Nadiia Sheremetieva

„Con molta passione – mit viel Leidenschaft“ hat die Mandolinen-Konzertgesellschaft Wuppertal (Makoge) ihr nächstes Konzert überschrieben. Damit gastieren die Musiker auch in Wülfrath. Und zwar ist das Zupforchester am Sonntag, 18. Juni, 16 Uhr, in der Stadtkirche Wülfrath zu Gast. Zu hören gibt es ein abwechslungsreiches Opern- beziehungsweise Operettenprogramm. Dabei sind Werke unter anderem von John Dowland, Henry Purcell oder Antonio Vivaldi. Die musikalische Leitung liegt erneut bei Detlef Tewes.

Stargast des Konzertes ist Koloratursopranistin Nadiia Sheremetieva, die mit Beginn des Kriegs in der Ukraine nach Deutschland floh. In ihrer Heimat ist sie eine der bekanntesten Opernsängerinnen. Für Sheremetieva, die bei Frankfurt lebt, hat die Wuppertaler Makoge eine Kulturpatenschaft übernommen.

Die in der Ukraine geborene Koloratursopranistin Nadiia Sheremetieva verfügt über eine ausgeprägte musikalische Intelligenz und ist eine der bekanntesten Opernsängerinnen der Ukraine. Nach ihrem Studium an der Nationalen Musikakademie in Kiew machte sie ihren Abschluss am Staatlichen Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau. Als versierte Konzertsängerin ist sie in Kiew, Damaskus, Berlin, Polen, Tunesien, Libanon und Jordanien aufgetreten. Zuletzt sang sie unter anderem Hauptrollen in Verdis Opern. Sie gab ihr Debüt im Film „Damaskus with love“ des syrischen Regisseurs Mohamad Abdul Aziz.

Zu der Mandolinen-Konzertgesellschaft Wuppertal gehören rund 25 Musiker aller Altersgruppen. Das Repertoire reicht von Renaissance, Barock, Klassik und Romantik über Free Jazz und Volksmusik bis hin zum Schwerpunkt zeitgenössischer Musik. Im Herbst 2012 hat die Makoge an den Wuppertaler Bühnen die Oper „Vom guten Ton“ für Zupforchester, Sänger und Holzbläser uraufgeführt. Die Komposition stammt von Thomas Beimel, das Libretto von Cornelie Müller. Die Makoge kann – Vorläuferorchester eingeschlossen – auf eine mehr als 100-jährige Geschichte zurückblicken.

Die Ausbildung junger Mandolinisten und Gitarristen ist dem Orchester traditionell ein wichtiges Anliegen. Es bestehen Kooperationen mit der Bergischen Musikschule sowie mit privaten Musikschulen. Von Oktober 2015 bis Ende 2018 führte die Makoge ein Projekt durch, bei dem geflüchtete Menschen an Zupfinstrumenten (Gitarre, Mandoline und Bağlama) ausgebildet wurden. Dieses Projekt hat bundesweite Aufmerksamkeit gefunden und wurde unter anderem durch die Bundesregierung ausgezeichnet. Aus dem Projekt ist das Ensemble Al Watan hervorgegangen.

Detlef Tewes leitet das Zupforchester übrigens bereits seit 1998. Der international geschätzte Mandolinenvirtuose hat zudem mit verschiedenen Zupforchestern Tourneen durch Europa, Nord- und Südamerika, Asien und Australien unternommen.

Der Eintritt zum Konzert in der Stadtkirche in Wülfrath am 18. Juni ist frei. Das Orchester würde sich über eine Spende freuen.

(am)
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