Wülfrath: Lhoist kommt mit Nachbarn ins Gespräch

Wülfrath: Lhoist kommt mit Nachbarn ins Gespräch

Erstmals bot Wülfraths größer Arbeitgeber vor Ort eine Dialogveranstaltung für die Bürger an. Viele Interessierte kamen und ließen sich unter anderem das Projekt Dachskuhle erläutern.

Ein kalter Wind weht auf dem Parkplatz des Lhoist Sportparks und bringt die aufgebauten Partyzelte ordentlich zum Flattern. Kühle und heiße Getränke sind bereitgestellt, Mitarbeiter mit Lhoist-Jacken stehen für Fragen und Gespräche bereit, genauso wie der Werksleiter Thomas Perterer und der künftige Leiter für Politik- und Bürgerdialog Christian Zöller, der seinen Dienst eigentlich erst am Montag beginnt.

Die Bierdeckel auf den Tischen haben den aussagekräftigen Aufdruck „Dialog vor Ort – Mit Nachbarn im Gespräch“, was auch das Motto dieser ersten Veranstaltung ist. „Es geht um die Nachbarn“, sagt Christian Zöller. „Die Idee ist grundlegend, dass miteinander reden guttut.“ Was liege da näher, als einen Nachbarschafts-Dialog zu entwickeln? Dabei möchte Lhoist Germany nicht nur aktuelle Projekte vorstellen und die Arbeit transparent machen, sondern durchaus auch auf die Belange und Wünsche, Vorstellungen und Kritik der Anwohner reagieren. „Je früher ein Dialog stattfindet, desto besser ist es“, meint Zöller, „denn gemeinsam können wir viel bewegen.“

Neben dem Informieren ist also auch die Meinung der Anwohner und Bürger gefragt. „Es ist uns wichtig, dass ein Austausch stattfindet“, betont Zöller und Werksleiter Thomas Perterer fügt hinzu: „Wir wollen die Fragen der Anwohner beantworten. Das ist die Voraussetzung für eine gute Beziehung.“ Und dies wiederum ist eine Voraussetzung für die Standortsicherung des Unternehmens. „Wir wollen auch die nächsten 50 Jahre noch in Flandersbach bleiben“, erklärt Perterer.

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Beim ersten Bürgerdialog informierte Lhoist Germany über das Projekt „Dachskuhle“, das bisher landwirtschaftlich genutzte Feld direkt neben dem Parkplatz. „Wir werden dieses Feld nutzen, um das Material, das den Kalkstein überlagert, hier aufzuschütten“, verrät der Werksleiter. Der dahinter liegende Wald ist bereits eine solche Halde und auch die Dachskuhle soll in einigen Jahren eine solch übergrünte Landschaft werden. Losgehen soll es Anfang nächsten Jahres. „Wir warten auf die Genehmigung“, sagt Uwe Stichling, der für die Genehmigungsverfahren zuständig ist. „Wir brauchen den Platz dringend.“

Nach und nach treffen Anwohner ein und kommen auch schnell bei einem Kaffee ins Gespräch mit den Lhoist-Mitarbeitern. Klaus-Peter Malethan wohnt ganz in der Nähe. Er hat vor allem eine Frage. „Ich wollte wissen, ob sich straßenmäßig etwas entwickelt“, erzählt er. „Es ist ja schon länger im Gespräch, dass die Velberter Straße verbreitert werden soll.“ Die Frage beantwortet Uwe Stichling: „Meines Wissens ist keine Veränderung der Straßen vorgesehen.“

Die Dialoge mit den Nachbarn will Lhoist regelmäßig durchführen. „Es wird nicht bei diesem einen Termin bleiben“, verspricht Zöller. Die öffentlichen Dialogtermine sind jedoch abhängig von geplanten Projekten. So steht noch kein neuer Termin fest. „Wir haben aber schon Ideen“, sagt Zöller. Auch zwischen den Terminen sei die Firma Lhoist offen für die Fragen der Nachbarn, wie Thomas Perterer betont: „Wir sind da. Wir verstecken uns nicht hinter den Werkszäunen.“

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