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Wülfrath: Kunstrasen am Erbacher Berg wird erneuert

Sport am Erbacher Berg in Wülfrath : Kunstrasenplatz wird im Sommer für 360.000 Euro saniert

2002 gebaut, wurde der Kunstrasenplatz 1 seither intensiv von Schulen und Fußballvereinen genutzt. Weil der Oberbelag abgespielt ist, ist die Erneuerung notwendig. Eigentlich für 2020 geplant und wegen der finanziellen Situation der Stadt auf 2021 verschoben, beginnt die Erneuerung am 5. Juli.

Lang war die Tagesordnung im Ausschuss für Soziales, Kultur und Sport. 26 Tops waren darauf verzeichnet. Einer der wichtigsten betraf die Sanierung des Kunstrasenplatzes auf dem Erbacher Berg. Sportamtsleiter Dietmar Ruda legte einen Veränderungsantrag vor, denn die Ausschreibung hat einen deutlich niedrigeren Preis ergeben. Etwa 100.000 Euro können eingespart werden. Ab 5. Juli soll der Kunstrasenplatz 1 saniert werden – und steht damit in den Sommerferien nicht zur Verfügung.

Auf dem Kunstrasenteppich wird Kork statt Gummigranulat verteilt werden. 360.000 Euro statt geplanter 460.000 Euro werden investiert. Pünktlich mit Beginn der Sommerferien, beginnen die Arbeiten. Zunächst wird der alte Platz entfernt, dann wird der Unterbau erneuert. Läuft alles glatt, ist der neue Platz Ende der Sommerferien am 18. August wieder bespielbar – sofern alle Materialien geliefert werden können. Natürlich bedeuten die Arbeiten Einschränkungen für alle Vereine, die Bauarbeiten werden in Abstimmung mit dem 1. FC Wülfrath, TSV Einigkeit Dornap-Düssel, Rot-Weiß Wülfrath sowie der Fußballschule Mittelpunkt abgestimmt. Die Vereine haben sich bereit erklärt, ihre Vorbereitungsspiele auswärts auszutragen. Trainingseinheiten finden auf dem zweiten Kunstrasenplatz und im Stadion statt.

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Im Fokus stand außerdem ein gemeinsamer Antrag von CDU und Grünen, den Stadtkulturbund, kurz SKB, für die nächsten zwei Jahre mit 30.000 Euro auszustatten, um so das Wülfrather Kulturleben nach dem Corona-Schock wieder aufleben zu lassen und dafür die personelle Aufstockung der städtischen Kulturverwaltung zunächst nicht weiterzuverfolgen. Beschlusslage ist jetzt, dass dem SKB in diesem und im kommenden Jahr 30.000 Euro überwiesen werden – etwa 21.000 Euro mehr als bisher. Wülfrather Gruppe, SPD und Bürgermeister Rainer Ritsche hatten dazu Einwände. Im Kompromiss wurde dazu beschlossen, der die Geldzuweisung bestätigt, 5000 Euro davon sind für ein Kulturprogramm in der Fußgängerzone reserviert, das der Stadtkulturbund nun zur Kulturbelebung der Innenstadt realisieren soll. Zudem soll eine interfraktionelle Runde bis Ende des Jahres über die Stellengestaltung der Verwaltung und die allgemeine Ausrichtung der städtischen Kulturarbeit beraten.

Ein ebenfalls bemerkenswerte Entwicklung in der Stadt wurde durch den Bericht der Verwaltung zur Belegungssituation in den städtischen Unterkünften deutlich. Entgegen der ursprünglichen Annahme, dass Asylsuchende nach Erteilung der längerfristigen Aufenthaltsgenehmigung auf dem freien Wohnungsmarkt Unterkünfte finden würden, zeigt die Realität, dass in Wülfrath 75 dieser Menschen weiterhin auf die Wohnmöglichkeit in Gemeinschaftsunterkünften angewiesen sind. Diese sind jedoch nur mit einem Standard für eine übergangsweise Wohnzeit ausgestattet. So gibt es auch nach Jahren noch die jugendherbergsähnlichen Gruppenzimmer.

Für das Sozialamt berichtete Amtsleiter Mike Flohr, hier seien etwa zwei Drittel der maximalen Belegungskapazität belegt. Kaum absehbar ist allerdings, wie viele Personen in Zukunft vom Land zugewiesen würden. Außerdem müsse man separate Wohneinheiten für mögliche Corona-Fälle bereithalten.

Zum eindrücklichstes Ereignis der Zusammenkunft geriet eine abschließende Brandrede des städtischen Mitarbeiters Peter Eichbüchler. Er ist in der Kämmerei für Haushaltsplanung, Controlling und Grundabgaben zuständig: „Im Jahr 2006 hatten wir ein Eigenkapital von 64 Millionen Euro. Wir hatten zwischenzeitlich 15 Jahresabschlüsse; davon sind lediglich vier positiv und elf negativ. Das bedeutet, dass wenn der aktuelle Jahresabschlussentwurf durchgeht, wir nur noch ein Eigenkapital von 14 Millionen Euro haben. Das bedeutet einen Verzehr von nahezu achtzig Prozent.“

Auch in dieser Sitzung wurde, wie in zahlreichen anderen zuvor, viel Zeit der Haushaltsplanung gewidmet.

Eichbüchler mahnt, die Aufmerksamkeit anders auszurichten: „Wir brauchen positive Jahresabschlüsse, denn diese sind wegweisend. In diesem Zusammenhang möchte ich sie innigst bitten, sich auch einmal die Jahresabschlüsse anzuschauen. Sie sind wichtig, diese Zahlen sind nicht mehr veränderbar.“