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Wülfrath: Klangvolles Jubiläum des Kirchenchors St. Maximin

Klangvolle Veranstaltung : Kirchenchor feiert Jubiläum mit Konzert

Sechs Musikensembles aus der Gemeinde St. Maximin bieten zum 150-Jährigen einen „musikalischen Blumenstrauß“.

 Im Jahr 1869 bildete sich in Wülfrath-Düssel der Kirchenchor St. Cäcilia. „Ursprünglich wurde der Chor als reiner Männerchor gegründet“, erklärt Interims-Chorleiter Hans-Joachim Beyer. Erst 1947, fast 80 Jahre später, durften auch Frauen mitsingen. „Die Kirche braucht bei solchen Dingen bekanntlich immer etwas länger“, scherzt Diakon Michael Anhut dazu. Er führte am Sonntagnachmittag durch das Jubiläums-Konzert und gab zwischen den Auftritten Informationen zu den Musikgruppen und den bunt gemischten Liedern.

Die Kirchenbänke waren am Sonntagnachmittag mit gespannten Zuhörern gefüllt. Ganz so viele, wie Beyer es sich gewünscht hätte, kamen jedoch nicht: „Wir hätten uns gefreut, wenn die ganze Kirche sich füllt, aber das gute Wetter spricht so ein bisschen dagegen.“

Die starke Eröffnung des Jubiläumskonzerts übernahm das jugendliche Blechbläserensemble „Bumble Brass“ mit der Eurovisionsmelodie. Der Jubilar selbst trat als zweite Gruppe auf.  Die Geschlechterverteilung des Chores hat sich im Vergleich zu 1869 gewandelt. Die Männer sind heute vier zu zwölf in der Unterzahl. Trotzdem schaffen es ihre tiefen Stimmen, nicht unterzugehen und mit den weiblichen Stimmen des Chores einen schönen Gesamtklang zu erzeugen.

Das Publikum spendierte dem Geburtstagkind einen lauten Beifall. Ganz im Sinne des Diakons. „Da das hier kein rein geistliches Konzert ist, können Sie Ihrer Begeisterung gerne freien Lauf lassen“, ermunterte er die Zuhörer nach dem noch etwas schüchternen Applaus für „Bumble Brass“. Gesungen wurden zwei Lieder aus dem vergangenen Jahrhundert – deutlich jünger also als der Chor selbst. Anders beim nächsten Gesangsbeitrag: Die Choralschola St. Maximin sang lateinische Verse aus dem gregorianischen Zeitalter. Die „kleine Schwester“ des Jubiläumschors, wie Anhut den Kirchenchor St. Joseph bezeichnete, sang Lieder von Johannes Schweitzer und Joseph Haydn. Vom Chor InTakt gab es stimmungsvolle Lieder auf Englisch und der Instrumentalkreis dichtete sogar das „Ständchen“ der Wise Guys für den Chor von St. Maximin um. Da musste sogar Diakon Anhut selbst einspringen und mitsingen.

Der Höhepunkt war das Zusammenspiel aus den drei Chören, den Blechbläsern und der Orgel am Ende des Konzerts. Zusammen erfüllten sie die Kirche mit einem vollen Klang. Was fehlt sind jedoch Neuzugänge. Chorleiter Beyer hofft, beim Jubiläumsgottesdienst am 24. November mit einem personal gestärkten Chor auftreten zu können: „Neue Mitwirkende werden von allen Chören in unserer Kirchengemeinde gesucht, aber insbesondere für den Kirchenchor St. Maximin wollen wir heute auch auf das Nachwuchsproblem hinweisen.“ Wenn das mit dem Nachwuchs nicht klappt, sollten die Chöre der Kirchengemeinde St. Maximin sich einfach öfter zusammen tun und gemeinsam singen. Denn das Ergebnis kann sich wirklich hören lassen. Ein beeindruckender Abschluss dieses Jubiläumskonzerts.

(c-st)