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Wülfrath: Kitas bekommen Mittagessen künftig vom Caterer.

Caterer wird Kinder in Wülfrath verpflegen : Kita-Essen – Hauptsache, es schmeckt und riecht gut

Die beiden Kindertageseinrichtungen der Stadt bekommen ihre Mittagsverpflegung zukünftig von einem Caterer geliefert. Jetzt gab es ein Probe-Essen.

“Kartoffelbrei und Fischstäbchen“, das ist Emmas Lieblingsessen. „Aber der Kartoffelbrei muss mit Stücken sein.“ Die Vierjährige ist an diesem Morgen mit ihrer Mutter Stefanie Conrad zum Probe-Essen in den Ratssaal des Rathauses gekommen. Denn bei der Auswahl eines Cateres, der sich zukünftig um die Mittagsverpflegung der beiden Kitas der Stadt kümmern soll, dürfen auch die Kinder mitentscheiden.

„Es ist uns sehr wichtig, dass auch die Kinder und die Eltern bei der Auswahl dabei sind“, sagt Jugendamtsleiterin Bärbel Habermann. „Denn um sie geht es dabei schließlich.“ Daher sind neben den beiden Leiterinnen und Hauswirtschaftlichen Mitarbeiterinnen der Kitas Ellenbeek und „Stadtspatzen“ auch eine Mutter und ein Kind je Kita beim Probe-Essen dabei. „Ich finde es prima, dass die Eltern und die Kinder einbezogen werden“, sagt Stefanie Conrad, Emmas Mutter. „Wir Eltern sind ja immer sehr kritisch und Essen ist ein wichtiges Thema.“

Von den zwölf Caterern, die sich auf die Ausschreibung der Stadt beworben haben, sind fünf in die nähere Auswahl gekommen. Sie haben ihre Probe-Gerichte auf einzelnen Tischen verteilt. Zur Auswahl stehen jeweils ein vegetarisches und ein Fleisch-Gericht sowie ein Salat mit Dressing. Diese Dreier-Auswahl wird es dann auch täglich für die Kita-Kinder geben. Dabei werden auch weitere Kriterien berücksichtigt, beispielsweise Lebensmittelunverträglichkeiten der Kinder.

„Die Mittagsgerichte können flexibel zusammengestellt werden“, erläutert Jessica Jäger, Kitaleiterin der „Stadtspatzen“. „Wir richten uns da nach den Kindern. Sie dürfen entscheiden, was sie essen möchten. Und wir berücksichtigen selbstverständlich alle Besonderheiten wie Allergien oder religiöse Speisevorschriften. Die geben wir an den Caterer weiter.“

Die Auswahl des Caterers erfolgt über ein Smiley-Bewertungssystem: Alle Anwesenden haben die Wahl, einen grünen, gelben oder roten Smiley pro Essen zu vergeben. Der Caterer, der die meisten grünen Smileys bekommt, wird dann ab dem kommenden Jahr die kommunalen Kitas bekochen dürfen. Bei der Auswahl der fünf Finalisten hat das Jugendamt bereits gewisse Kriterien berücksichtigt. „Es war uns wichtig, dass das Essen frisch ist, möglichst regional und bio“, berichtet Andrea Berster-Lingk, verantwortlich für die Kindertagesbetreuung der Stadt. Auch die Kosten mussten berücksichtigt werden. Die Teilnehmer des Probe-Essens sollen bei ihrer Wahl besonders drei Punkte beachten: „Die Frische des Essens, die Konsistenz und wie es schmeckt und riecht.“

Der Grund, warum ab dem nächsten Jahr in den Kitas nicht mehr gekocht wird, ist die Entlastung der hauswirtschaftlichen Mitarbeiterinnen. Andrea Berster-Lingk: „Wir haben bei den Stadtspatzen mit 20 Kindern angefangen – jetzt sind es über 100.“