Wülfrath: Kirchenchor Cäcilia wird 150 Jahre

Gemeinschaftskonzert : Kirchenchor Cäcilia wird 150 Jahre

Gefeiert wird am Sonntag, 22. September mit einem großen Gemeinschaftskonzert der Chöre in der Kirche St. Maximin in Düssel.

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: der Kirchenchor Cäcilia, benannt nach der Heiligen Cäcilia, der Schutzheiligen für Musik, feiert in diesem Jahr sein 150-jähriges Bestehen und da ist natürlich Musik angesagt. So wird am 22. September um 17 Uhr in der Kirche St. Maximin ein großes Gemeinschaftskonzert stattfinden, das von dem Chor der katholischen Pfarrkirche, einer Schola, dem Kirchenchor St. Joseph, einem Instrumentalkreis, einem Bläserensemble und dem Chor InTakt gestaltet wird. Der Kirchenchor von St. Maximin wird dabei von einigen Gastsängern unterstützt, denn er kämpft, wie viele andere Chöre mit dem Problem fehlenden Nachwuchses. „Die jüngeren Leute wollen sich nicht mehr fest binden und bevorzugen eher, an einzelnen Projekten mitzuwirken,“ erklärt der Chorleiter Hans-Joachim Beyer. Doch ohne regelmäßige Beteiligung sei mit einem Chor kein Staat zu machen, - das sei die crux.

Das Programm des Festkonzertes bietet einen Querschnitt durch die Musikgeschichte, vom 16. bis ins 21. Jahrhundert und bindet Pop und afrikanische Spirituals mit ein. Der strahlende Höhepunkt wird dann das gemeinsame Musizieren des so erhabenen, festlichen Marsches aus Edward Elgars „Pomp & Circumstance“ sein, - immer wieder ein Ohrwurm, dem man sich nicht entziehen kann. Hier werden alle Chöre, Bläser und Orgel glanzvolle Momente erleben lassen. Im Übrigen, - die Orgel wird von Dominik Lorenz, dem designierten Kantor an St. Maximin gespielt, der offiziell am 17. September in sein neues Amt eingeführt wird.

Ein gemeinsamer Choral „Großer Gott wir loben dich“ wird dieses herausragende Festkonzert beenden und Diakon Michael Anhut wird mit sonorer Stimme und - wie immer - launigen Worten durch das Programm führen.

Das Bläserensemble hat Jenny Heilig einstudiert, die Schola wird von Detlef Jankowski geleitet und der Instrumentalkreis von Ursula Wodarczak,- bei den drei Chören hat Beyer den Taktstock fest in der Hand. Für einen Mann, der hauptberuflich als Ingenieur arbeitet, ist das ein zeitraubender, aber wohl auch ein freudvoller Nebenjob. Bei der Auswahl der Stücke muss sich der Chorleiter von verschiedenen Aspekten leiten lassen: so die Möglichkeiten, die ein Chor auch leisten kann. Es gibt nichts Schlimmeres, als einen Chor aus lauter Ehrgeiz wissentlich zu überfordern, denn das Konzert wird nichts und Freude macht es auch nicht. Dafür gibt es immer wieder leidvolle Beispiele, aber nicht bei Beyer.

150 Jahre Kirchenchor, - davon hat sich Margret Schey mehr als ein Drittel der Zeit, genau 59 Jahre, eingebracht und mit ihrer Sopranstimme den Chor unterstützt. Kompliment für soviel Einsatzbereitschaft und Treue. Dagegen ist Christa Elbracht erst seit fünf Jahren dabei, zugezogen aus Schleswig Holstein - aber schon Schatzmeisterin.

Doch nicht genug: am 24. November gestaltet der Kirchenchor die Jubiläumsmesse um 9.30 Uhr in der Pfarrkirche. Dann wird die Orgelsolomesse in B - Dur von Joseph Haydn unter der Leitung von Hans – Joachim Beyer erklingen, - mit einem Streicherensemble, Dominik Lorenz an der Orgel und Petra Franke- Schönekes als Solosopranistin.

(eise)
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