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Wülfrath: Kalkstadttnarr Roger Szielenkewitz kündigt Rücktritt an

Überraschung für Wülfrather Jecken : Roger Szielenkewitz tritt zurück

Aus persönlichen Gründen legt er den Vorsitz der Kalkstadtnarren nieder.

Eine wirkliche Neuigkeit ist es nicht. Schon als zu Sessions-Auftakt Danielle Helling als Karnevalsprinzessin Danielle I. quasi inthronisiert wurde, hatte Roger Szielenkewitz Andeutungen über seinen Rückzug gemacht.

Jetzt ist es offiziell. „Ich habe mich dazu entschieden, mich nicht mehr für eine weitere Vorstandswahl zum ersten Vorsitzenden aufstellen zu lassen und somit als Geschäftsführender Vorsitzender zurück zu treten“, erklärt er in einer Pressmitteilung. Die Neuwahlen finden rund um die Jahreshauptversammlung statt. Sie wird nach Karneval, voraussichtlich im April stattfinden. Der Termin ist noch nicht festgelegt.

Ein potentieller Nachfolger steht in den Startlöchern, er heißt Michael Decker und ist ein frisches, neues Vereinsmitglied. Offensichtlich gab es nach einer Vorstandssitzung im Dezember bereits erste Gespräche. Denn „Michael Decker hat sich dazu bereit erklärt, sich zur Neuwahl 2020 zum ersten Vorsitzenden der Kalkstadt Narren Wülfrath zur Verfügung zu stellen“, führt der Noch-Vorsitzende aus. Er und der erweiterte Vorstand sind davon überzeugt, dass „mit Michael Decker für die Zukunft unseres Vereins vertrauensvoll die bestmögliche Geschäftsführung gewinnen“. Daher appelliert der derzeit amtierende Vorstand sämtliche Mitglieder, den Kandidaten „bei den Neuwahlen zum Vorstand zu unterstützen“. Im Vorfeld hatten Szielenkewitz und Mitstreiter offensichtlich „lange überlegt, ob es jemanden aus unseren eigenen Reihen gibt, der den ersten Vorsitz übernehmen könnte. Leider konnten wir vom Vorstand keinen aus unserer Sicht qualifizierten Geschäftsführer finden.“ Also wurde im Umfeld der Sponsoren und Gönner des Vereins nach einer adäquaten Person gesucht – und mit dem Unternehmer aus Wülfrath ins Rennen gebracht.

Rätselraten herrscht allerdings um die Beweggründe, die bei Roger Szielenkewitz zum Rücktritt führten. „Meine persönlichen Beweggründe sind vielfältig und diese Entscheidung möchte ich im Detail nicht weiter erläutern“, hält er sich mit Erklärungen bedeckt, auch „um vom Verein oder der. neuen Vereinsführung Schaden abzuwenden“

„Ich bin mit dem Karneval in Wülfrath-Rohdenhaus aufgewachsen und liebe diese Tradition.“ In den vergangenen 34 Jahren investierte er viel Zeit, Spaß und Arbeit in seinen Verein. „Ich werde selbstverständlich auch weiterhin Mitglied im Verein bleiben und, soweit es mir persönlich möglich ist, alles dafür tun, dieses beliebte Brauchtum für unsere Wülfrather Kinder und Karnevalsjecken zu fördern und darüber hinaus mit meinem ganz persönlichen Einsatz zu unterstützen.“ Dem neuen Vorstand würde er als erfahrener Berater und Präsident für künftige Veranstaltungen jederzeit zur Verfügung stehen.