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Wülfrath: Jugendrat vor Neugründung

Junge Wülfrather nutzten demokratisches Mitspracherecht : Wülfrather planen neuen Jugendrat

Jugendliche haben erste Vorbereitungen getroffen, dies Gremium zu reaktivieren.

 Organisiert von der Abteilung Kinder- und Jugendförderung, die Angela Sprink leitet, fanden 22 Jugendliche und junge Erwachsene zwischen zwölf und 32 Jahren bei einer Open-Space-Veranstaltung zusammen. Gemeinsam überlegten sie, wie es zukünftig umzusetzen sei, dass junge Menschen an Gremien der Stadt beteiligt werden können. Denn davon verspricht sich der Nachwuchs die Chance, sich für die Stadt einbringen zu können, aber auch Interessen zu verwirklichen. Breit gefächert war die Palette der Anwesenden, darunter waren Vertreter der Landjugend, Schülervertretungen weiterführender Schulen sowie politisch Organisierte aus junger Union und von den Jusos.

Die Auftaktveranstaltung war mehr eine Ideensammlung als ein fertiges Konzept der Jugendlichen. Generell ging es um die Frage, was wollen sie und was wollen sie nicht? Auf vier Pinnwänden wurden alle Vorschläge festgehalten. Darunter Fragen nach so etwas wie einem offiziellen Konzept in Form von Freiräumen bei Beteiligung und welche Forderungen die jungen Menschen an die Verwaltung haben. Lang debattiert wurde auch das offizielle Gremium namens Jugendrat mit seinen Vor- und Nachteilen.

„Ob sich ein Jugendrat oder ein anderes Gremium wie ein Jugendforum bilden wird, ist noch unklar“, ist eines der Ergebnisse. Im Mai soll ein Konzept vorgelegt werden können.

Aus Fehlern ehemaliger Jugendräte der Stadt sowie aktiver im Kreis Mettmann soll gelernt werden. Was läuft gut und wo sind Verbesserungen angebracht? „Wir wollen gut und anders werden“, betont Stefan Jansen optimistisch. Vermittler zur Erwachsenenwelt sollen bei zukünftigen Veranstaltungen stets als Experten eingeladen werden. „Miteinander reden ist immer sinnvoll“, betont Stefan Jansen. Die Schülerin Lena Grün, eine der Teilnehmerinnen, bemerkte, dass Jugendliche schon immer den Wunsch hatten, von Erwachsenen ernst genommen zu werden, aber da sie noch nicht wissen, wie viel Macht dem neuen Gremium zugeschrieben werden wird, zunächst eine Umgestaltung auf dem Programm steht, bevor erste Forderungen gemacht werden dürfen. Mitgestaltung und sich einbringen sind ihr nicht fremd, seit Jahren engagiert sie sich in der Schülervertretung ihrer Schule.

Zehn von 22 Teilnehmern der Open-Space Veranstaltung wollen nun an dem Konzept mitschreiben und sich gemeinsam politisch für die Stadt engagieren und ihre Anliegen verwirklichen. Erste Ideen der Jugendlichen Teilnehmer: Klettermöglichkeiten, Räumlichkeiten zur eigenen Verfügung, mehr überdachte öffentliche Plätze und vor allem mehr Einblick in die Politik in Wülfrath sowie das Recht zur Mitsprache.

(liri/von)