Wülfrath ist bei der Nacht der Jugendkultur mit von der Partie.

Wülfrath: Wülfraths Jugend wird etwas erleben

Seit neun Jahren veranstaltet das Land NRW die Jugendkulturnacht „Nachtfrequenz“. In diesem Jahr beteiligen sich 85 Städte und Gemeinden mit vielfältigen Kulturangeboten an der Aktion, auch Wülfrath ist - zum ersten Mal - mit dabei.

Die meisten Wülfrather haben sich das letzte Wochenende im September von je her dick im Kalender angestrichen: es ist Kartoffelfest. In diesem Jahr aber gibt es noch eine andere große Veranstaltung und die richtet sich ganz speziell an junge Menschen ab 14 Jahren: die Nacht der Jugendkultur. 85 Orte in NRW von Höxter bis Viersen, von Münster bis Bonn beteiligen sich in diesem Jahr an der Veranstaltung der Landesvereinigung Kulturelle Jugendarbeit NRW (LKJ) mit unzähligen und vielseitigen Angeboten. Und erstmalig mittendrin: Wülfrath.

„Wir sind wirklich sehr stolz, dass wir fünf Projekte anbieten können“, freut sich Ingo Wünsch, Vorsitzender vom Stadtkulturbund, „ich finde, das ist für eine erste Teilnahme schon eine ganze Menge.“

Von 18 bis 19.30 Uhr bieten die Musikfreunde Wülfrath drei parallel laufende Workshops an: Acroyoga (Gymnastikhalle Grundschule Ellenbeek), Improtheater (Kulturkirche, Tiegenhöfer Straße 14) und Show Choir (WüRG-Haus am Zeittunnel). „Wir haben wunderbare Dozenten für alle drei Veranstaltungen gewinnen können, Profis ihres Faches“, ergänzt Wünsch. Was aber ist das überhaupt: Acroyoga? „Kurz gesagt ist das eine Mischung aus Yoga und Akrobatik“, erklärt der Kulturmacher. „Da es Paarübungen sind, ist es ratsam, zu zweit zu kommen.“

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Corinna Sonnen ist freiberufliche Trainerin für Rhetorik und Sprechbildung. Sie lädt junge Menschen zum Impro-Theaterspiel ein, ein absolutes Abenteuer der Spontanität, gespielte Szenen entwickeln sich spontan, es gibt keine vorgefertigten Dialoge. Und auch beim Show Choir Workshop gibt’s kein vorgegebenes Programm. Ob Gospel, Chartsong oder Rockhymne - die erfahrene Solosängerin Anna Rau hat alles drauf und wird sich ganz auf die Wünsche ihrer Teilnehmer einstimmen. „Wichtig ist, dass wirklich jeder bei den Angeboten mitmachen kann“, betont Ingo Wünsch, „auch die, die noch keinerlei Erfahrungen haben.“

Ab 20 Uhr (bis 21.15 Uhr) zeigen die „Chilis“, das junge Ensemble vom Theater Minestrone, ihre Premiere von „Romeo & Julia“ (Kulturkirche). „Sie haben fast ein Jahr lang an der Inszenierung gearbeitet“, weiß Theaterfrau Sandra Leidig-Diekmann, „und sie haben es so aufgearbeitet, dass es konkrete Bezüge zur heutigen Jugend 2018 zeigt, die Zuschauer sich wiederfinden können in den Sorgen, Nöten, der Verzweiflung rund um das Thema Liebe.“

Und dann geht’s richtig zur Sache mit der „Open Stage“ im WüRG-Haus am Zeittunnel. Die Rockmusikerfreunde öffnen von 21 bis 1 Uhr ihre Bühne für alle, wirklich alle, die im musikalischen oder kleinkünstlerischen Genre etwas präsentieren möchten. „Das kann alles sein von Poetry Slam bis Hip Hop, natürlich auch Auftritte von Bands. Wir stellen Technik, Mikros und Schlagzeug zur Verfügung, alles andere muss dann mitgebracht werden“, erläutert Organisatorin Vera Kuhlen, die sich ganz offensichtlich sehr über diese neue Kulturveranstaltung freut. „Es ist einfach toll, den jungen Menschen eine Auftrittsmöglichkeit zu schaffen, ich bin so gespannt, was da alles kommt.“ Jeweils 20 Minuten Zeit hat jeder Zeit für seine Performance, wer unter 16 Jahren ist, muss allerdings eine Einverständniserklärung der Eltern vorzeigen.

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