Wülfrath: Herzog-Wilhelm-Markt mit neuen Heißgetränken

Wülfrath: Herzog-Wilhelm-Markt bietet neue Heißgetränke an

Der Förderverein des Herzog-Wilhelm-Markts diskutierte auf seiner Jahreshauptversammlung kreative Ideen. Der Vorstand wurde einstimmig wiedergewählt.

Nicht nur Einzelhändler denken jetzt schon wieder an Lebkuchen und Spekulatius; auch die Freunde und Förderer des Herzog-Wilhelm-Markts stecken bereits mitten in den Vorbereitungen des neuen Marktes. Nun trafen sich die Betreiber der 30 Buden zur Jahreshauptversammlung.

Hans-Peter Altmann eröffnete den Abend mit einer Ankündigung in eigener Sache: Er werde sich in zwei Jahren nicht wieder als Vorsitzender zur Wahl stellen. „Der Förderverein soll natürlich weiter bestehen, und ich bin auch sicher, dass wir da jemanden finden“, sagte er. Für die Mitglieder war es trotzdem ein kleiner Schock. Zunächst wurde Altmann aber noch einmal in seinem Amt bestätigt – einstimmig. Auch der Rest des Vorstands wurde einstimmig wiedergewählt: Dirk Winnes als Geschäftsführer, Michael Laschet als Schriftführer sowie Otto Höpfner und Thomas Reuter als Beisitzer. Mit neuem altem Vorstand ging es dann an die Planungen für den kommenden Herzog-Wilhelm-Markt.

Eine neue Bude wird in diesem Jahr dabei sein. Tina und Markus Wagner beziehen Bude 24, gleich neben der Bühne. Tina Wagner möchte einen „Ofentopf“ anbieten. „Das ist eine Art Gulasch aus Geflügel mit Ananas und Paprika“, kündigte sie an. Gemeinsam mit ihrem Mann hat sie sich außerdem ein besonderes Heißgetränk ausgesucht: Bei den Wagners wird es „Glühbier“ geben – ein achtprozentiges Starkbier, erhitzt und verfeinert mit Gewürzen und Kirschsaft. Damit sind die beiden nicht die einzigen, die dieses Jahr ein neues Getränk anbieten wollen.

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Die freie evangelische Gemeinde möchte „Glühbo“ verkaufen, einen Glühwein mit Bockwürze. Und die Musikfreunde setzen auf einen schwedischen Klassiker: Der Glühwein mit Mandeln und Rosinen wird „Glögg“ genannt. Die Neuankündigungen lösten eine kleine Diskussion unter den Budenbetreibern aus: Schließlich, so sagten einige, gebe es sowieso schon viele Heißgetränke auf dem Markt. Weitere Konkurrenz sei da nicht so sinnvoll – und hätte vielleicht auch keine Chance, wenn es sich dabei um ausgefallene, höherpreisige Getränke handele. Eine Mehrheit der Vereinsmitglieder war dann aber doch neugierig auf die Getränke mit den interessanten Namen. Am Ende ergab die Abstimmung: Die Getränkevielfalt auf dem Herzog-Wilhelm-Markt wird dieses Jahr größer. Alle Budenbetreiber, die das angefragt hatten, dürfen ihre Getränke auch anbieten.

Ein weiteres Planungstreffen ist für November angedacht. Dann soll auch das endgültige Programm vorgestellt werden. Bis dahin gibt es noch viel zu tun: An einigen Ecken und Enden werden noch Helfer gesucht, außerdem will der Verein dieses Jahr ein eigenes Nikolauskostüm anschaffen. Damit soll einer alten Problematik entgegengewirkt werden: Das Kostüm der katholischen Gemeinde wird am Nikolaustag immer für diverse Auftritte gebraucht, so dass das Ausleihen bisher nur mit Stress und gutem Timing möglich war. Etwa 250 Euro will der Förderverein jetzt in ein hochwertiges Gewand investieren.

Nicht planbar bleibt wie immer das Wetter. „Wenn es trocken bleibt, bin ich ja schon froh“, sagte Altmann. Für den Fall, dass es wie im letzten Jahr schneit, wolle er noch einmal mit der Stadtverwaltung sprechen. Die habe den Kirchplatz beim letzten Markt nicht geräumt – obwohl schon vor Jahren beschlossen worden sei, dass sie den Platz bei Schnee zu räumen habe. Die Verwaltung hatte sich nach dem letzten Markt entschuldigt. Diesmal soll es anders laufen, hofft Altmann.

(rab)
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