Baustelle in Wülfrath Firmen für Glasfaserausbau bereiten Stadt massive Probleme

Wülfrath · Das Tiefbauamt kontrolliert aktuell täglich die Baustellen im Stadtgebiet. An vielen Stellen arbeiten die ausführenden Firmen der Telekommunikationsanbieter nicht ordentlich.

 Die Kabel sind verlegt, doch der Gehweg ist noch nicht wieder hergestellt: Wie hier an der Wilhelmstraße sieht es an vielen Straßen aus nachdem die Bauarbeiter fürs Glasfaser wieder abgerückt sind.

Die Kabel sind verlegt, doch der Gehweg ist noch nicht wieder hergestellt: Wie hier an der Wilhelmstraße sieht es an vielen Straßen aus nachdem die Bauarbeiter fürs Glasfaser wieder abgerückt sind.

Foto: Anna Mazzalupi

An vielen Ecken in der Stadt werden derzeit gleichzeitig von drei Firmen Fußwege aufgemacht, um Rohre und Kabel zu verlegen. Die Rede ist vom Glasfaserausbau. Neben dem kommunalen Projekt von Greenfiber und Stadtwerke buddeln derzeit auch die Telekom sowie die Epcan in den Gewerbegebieten, um die Stadt glasfaserschnell zu machen. Doch oft hinterlassen die ausführenden Bautrupps für die Tiefbauarbeiten nach ihrer Arbeit einen katastrophalen Zustand, wie Tiefbauamtsleiter Andreas Glahn im Ausschuss für Umwelt, Digitales und Mobilität moniert. Sichtbar für den Laien ist das vor allem durch die Schotterstreifen auf den Gehwegen, wie etwa an der Wilhelmstraße.

„Wir sind aktuell tagtäglich draußen und müssen den Firmen hinterherrennen, weil die Bauqualität derartig schlecht ist“, informierte Glahn. Das bündele derzeit stark die personellen Kapazitäten im Bauamt. „Das ist ein immenser Aufwand für uns und kostet uns viel Zeit“, so Glahn. Das sei aber auch nötig, dort genau hinzuschauen. Immerhin werde dort auch Vermögen der Stadt ruiniert. Der Tiefbauamtsleiter schätzt die Fläche auf rund 40.000 Quadratmeter insgesamt.

„Die haben absolut keine Ahnung von Asphaltbau. An der Kruppstraße wurden zum Beispiel Sachen gebaut, die habe ich so noch nie gesehen“, so Glahn weiter. Der Schaden in Rohdenhaus sei noch größer. Dort liege seit zwei Monaten nur der provisorische Schotter, der Fußweg sei nicht zu nutzen.

Die Kommunikation mit den Mitarbeitern der Firmen sei schwierig, weil diese kaum Deutsch sprächen. Außerdem werde immer eine andere Ausrede genannt, warum dies oder jenes nicht funktioniere. „Wir kämpfen mit stumpfen Mitteln“, räumte Glahn ein.

Welches Tiefbauunternehmen von welchem Telekommunikationsanbieter derart schlechte Leistung erbringe, wollte die Verwaltung auf Nachfrage von Stephan Mrstik (Grüne) nicht im öffentlichen Teil beantworten.

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