Wülfrath: Gymnasium eröffnet Selbstlernzentrum

Wülfrath: Hier können Schüler in Ruhe lernen

Im städtischen Gymnasium Wülfrath haben die Jugendlichen ab jetzt einen neuen Raum für die Abiturvorbereitung.

Das städtische Gymnasium Wülfrath hat sein Angebot für Oberstufenschüler erweitert. Am Montag wurde ein sogenanntes Selbstlernzentrum eröffnet, das die Schüler in ihrer unterrichtsfreien Zeit zum Lernen nutzen können.

Die Idee dazu gab es laut Heike Kriwet, Oberstufenberatungslehrerin am Städtischen Gymnasium schon lange. „Doch leider mangelte es an Räumlichkeiten“, sagt Kriwet. Vor einem Jahr setzten sich dann Lehrer, Eltern und Schüler zusammen, um das Projekt zu realisieren. „Das wäre alles nicht möglich gewesen, wenn nicht alle an einem Strang gezogen hätten und der Förderverein und die Stadt ins Portemonnaie gegriffen hätten“, sagt Schulleiter Joachim Busch bei der Eröffnung des Selbstlernzentrums am Montag. Der Raum solle ein Ort der Ruhe und der Besinnung sein.

Sechs runde Tische mit farbigen Stühlen stehen nun in dem ehemaligen Klassenraum. An der linken Wand sind zwei Computerarbeitsplätze eingerichtet, an der rechten Wand stehen graue abschließbare Schränke, die mit den Kürzeln der einzelnen Unterrichtsfächer gefüllt sind. Die Schränke stammen ursprünglich aus dem Jobcenter. Jetzt sind sie noch spärlich mit aktuellen Lehr- und Fachbüchern, Lexika und Zeitschriften bestückt, die von den Schülern genutzt werden sollen, um in Ruhe Hausaufgaben zu machen, sich auf Abiturprüfungen vorzubereiten oder um versäumte Unterrichtsinhalte nachzuholen. Eine Person aus dem Lehrerkollegium oder aus der Elternschaft ist dabei stets als Aufsichtsperson anwesend. Das Selbstlernzentrum hat daher nur in bestimmten Schulstunden geöffnet, das Angebot soll aber je nach Annahme durch die Oberstufenschüler sukzessive angepasst und erweitert werden.

  • Anmeldungen laufen : Stadt schafft zusätzliche Kita-Gruppen

„Ich bin froh, dass unsere Jahrgangsstufe den Raum die ganze abiturrelevante Zeit über nutzen kann“, sagt Schülersprecherin Emma Stötzel. Sie will den Raum künftig in ihren Freistunden nutzen, um Hausaufgaben zu machen oder Prüfungen vorzubereiten. „Die Atmosphäre ist hier deutlich besser“, pflichtet ihr Florian Reinartz, ebenfalls in der Schülervertretung, bei. „Früher haben wir meist die Mensa zum Lernen genutzt, doch dort war es häufig recht laut.“

In dem neuen Raum finden 25 bis 30 Schüler Platz, die sich aber an gewisse Regeln halten müssen. So ist Partnerarbeit zwar erlaubt, aber nur wenn die anderen Schüler dadurch nicht gestört werden. Essen und Trinken ist verboten. Das Handy darf zwar genutzt werden, doch ausschließlich zu Recherchezwecken. Schließlich handele es sich um einen Arbeits-, nicht um einen Aufenthaltsraum.

Das Geld, das für das Selbstlernzentrum zusammen gekommen ist, ist vor allem in Unterrichtsmaterialien gesteckt worden. WLAN sei aus Sicht vieler zwar wünschenswert gewesen, war mit den finanziellen Mitteln jetzt noch nicht möglich gewesen, erklärt Oberstufenberatungslehrerin Kriwet.

(isf)
Mehr von RP ONLINE