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Wülfrath: Gesangsstunde an Bergischer Diakonie Aprath mit Roland Gecke

Bergische Diakonie Aprath : Roland Gerke singt mit Bewohnern Haus Luise von der Heyden

Bewohner im Haus Luise von der Heyden gehören mit zu den am meisten von der Isolation zur Eindämmung der Corona-Pandemie betroffenen Mitbürgern. Musiker Roland Gecke initiiert nun ein „frohes Singen gegen Corona“.

Die Kunst hat unter Lockdown und den anschließenden Corona-bedingten Auflagen massiv gelitten. Eine der Kunstformen ist der Gesang, der wegen der Aerosole-Gefahr ganz besonders in Mitleidenschaft gezogen wurde. Gemeinsames Singen ist nach wie vor in geschlossenen Räumen verboten.

Roland Gecke, pensionierter Realschullehrer und Musikliebhaber, hat sich deshalb eine Alternative überlegt. Um mit den Bewohnern im Haus Luise von der Heyden ein fröhliches gemeinsames Singen realiseren zu können, geht er in den weitläufigen Garten vor der Einrichtung. Unter Wahrung der Abstandsregeln können die am meisten von der so lange währenden Isolation betroffenen Mitbürger nun mit frohem Blick in den Tag schauen.

Für Montag, 22. Juni, 16 Uhr, hat er das Programm „Nun muss sich alles wenden“ zusammengestellt – als Hoffnungsschimmer auf eine wieder normale Zunft und Motto für den Nachmittag.

Roland Gecke hat ein bunt gemischtes Programm erarbeitet und wird Lieder von Schubert, Schumann sowie italienische Schmankerl vortragen, aber auch deutsche Volkslieder mit den Anwesenden gemeinsam singen. Er freut sich immer wieder, wie textsicher diese Generation durchweg ist und wie dankbar sie für musikalische Darbietungen sind. „Für die Teilnehmer wird die Jugendzeit auf diese Weise für einige Momente in guter Erinnerung erscheinen“, weiß Renate Zanjani aus dem Presseteam der Bergischen Diakonie Aprath.

Roland Gecke kennt die Wirkung der Musik und speziell des Gesangs. Selbst Golden Ager musiziert er sein Leben lang und empfindet die „Wirkung auf das persönliche Empfinden immer wieder als wohltuend und Trost spendend“.

Da er selbst die Coronakrise bisher ohne wirtschaftliche Folgen und ohne nennenswerte Abstriche überstanden hat, einmal abgesehen von den abgerissenen Kontakten zu Freunden und Verwandten, möchte er etwas zurückgeben an die Senioren der Einrichtung in der Bergischen Diakonie. Aber auch an die Pflegefachkräfte und die Betreuerinnen, die sich in diesen schwierigen Zeiten in beispielloser Weise aufopfernd um ihre Bewohner gekümmert haben.

(von)