Wülfrath: Gemeinde bereitet erste Vesperkirche vor

Wülfrath tischt auf : Gemeinde bereitet erste Vesperkirche vor

Zwei Wochen lang gibt es in der evangelischen Stadtkirche Mahlzeiten und Andachten.

Vom 10. bis zum 24. Februar können sich Menschen aus unterschiedlichen Lebenswelten in der Wülfrather Stadtkirche begegnen, gemeinsam essen und sich austauschen: Zwei Wochen lang öffnet die Gemeinde ihre Türen für die so genannte Vesperkirche.

Das Motto der Veranstaltung heißt „Vielfalt unter dem Kirchendach“. Ursprünglich stammt die Tradition der Vesperkirchen aus dem süddeutschen Raum. „Vesper“ steht für eine Mahlzeit und zugleich Andachtsform. „Beides will die Vesperkirche vereinen und gerade in der kalten Jahreszeit ein Begegnungsort für Alt und Jung, Arm und Reich sein“, wie Projektleiterin Elisabeth Selter-Chow vom Diakonischen Werk des Kirchenkreises Niederberg erklärt. „Damit wollen wir ein Zeichen setzen und Menschen zusammenbringen, die sich vielleicht sonst im Alltag nicht treffen.“

Täglich wird von 11.30 bis 15 Uhr ein warmes Mittagessen – bestehend aus Vorspeise, Hauptgericht und Nachtisch – angeboten. Die Speisen sind kostenlos, eine Spende wird aber gerne entgegengenommen.

Für die Speisen sorgt der Velberter Gastronom Kai Uwe Stachelhaus aus dem Landhaus Stollberg. Aber auch viele andere Helfer unterstützen die erste Vesperkirche im Niederbergischen Kreis. „Die Resonanz ist großartig. Wir werden von vielen unterschiedlichen Gruppen unterstützt“, sagt Selter-Chow.

Denn die Vesperkirche bietet nicht nur täglich ein warmes Mittagessen an, sondern führt an unterschiedlichen Tagen auch zahlreiche soziale Projekte durch. Mit Seelsorgern kann man beispielsweise über Themen wie Kircheneintritt, Taufe oder Hochzeit sprechen, Bürgermeisterin Claudia Panke lädt zu einer Sprechstunde ein, die Caritas bietet eine Suchberatung an, es gibt historische Führungen über den Kirchplatz, eine Energieberatung, Wohnungslosenberatung, Angebote zum Betreuten Wohnen und der Jugendhilfe, sogar Massagen können in Anspruch genommen werden.

All das findet in der frisch sanierten Stadtkirche statt, die zum Gastraum „umgebaut“ werden muss. „Etwa eine Woche vor Beginn der Vesperkirche müssen wir die Kirche einrichten. Im mittleren Kirchenschiff werden Tische zu einer langen Tafel aufgestellt“, erklärt die Projektleiterin. Ebenso muss Platz für die einzelnen Beratungsangebote geschaffen werden.

Zusätzlich zu der Vesperkirche von 11.30 bis 15 Uhr wird es an einzelnen Abenden gewisse kulturelle Veranstaltungen geben. Im Angebot ist unter anderem ein Konzert der „New City Voices“, ein Poetry Slam, ein Singmob mit Kantor Thomas Gerhold und das Luther-Schauspiel. Das genaue Programm wird noch bekannt gegeben.

Zudem besteht noch die Möglichkeit, sich ehrenamtlich bei der Vesperkirche einzubringen, ob allein oder als Gruppe. Ansprechpartnerin ist Elisabeth Selter-Chow, Telefon 0202 2729265, oder per E-Mail an anmeldung@vesperkirche-niederberg.de.

Informationen gibt es unter www.vesperkirche-niederberg.de.

(isf)
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