Wülfrath: Freie Kita offiziell eröffnet

Kinderbetreuung in Wülfrath : Offizielle Eröffnung der Freien Kita

Die Einrichtung an der Kastanienallee wurde jetzt offiziell eingeweiht.

Mit einem kleinen, liebevollen Festakt ist am Samstag die „Freie Aktive Kita“, kurz FAK, an der Kastanienallee eröffnet worden. Zwar ist der Betrieb bereits seit Beginn des Kita-Jahres im August am Netz. Aber erst jetzt folgte die offizielle Einweihung im Beisein der stellvertretenden Bürgermeister, Jugenddezernentin Michaele Berster sowie weiteren Ratsmitgliedern. Die Eröffnungsfeier wurde für einen Tag der offenen Tür genutzt, an dem sich Interessierte Eltern über Konzept und Programm der Montessori-Einrichtung informieren konnten. Und für die jüngsten Besucher gab es viel Platz zum spielen.

„Ich freue mich persönlich sehr, dass es geklappt hat“, sagte Vize-Bürgermeister Andreas Seidler in seinem Grußwort; „ich habe zu Robert Freitag schon bei der Eröffnung der neuen Schulmensa gesagt, dass jetzt eigentlich nur noch eine Kita fehlt“. Und Robert Freitag, Mitbegründer der „Freien Aktiven Schule Wülfrath“ (FASW) bestätigte: „Es war unser langjähriger Wunsch, vor die Grundschule noch eine eigene Kita zu schalten“. Bekanntermaßen setzt das Erziehungskonzept der Namenspatronin Maria Montessori auf Selbständigkeit und Eigenverantwortung. Deshalb sei es wichtig, die Kinder bereits in der relevanten Entwicklungsphase zwischen zwei und sechs Jahren einzubinden, wenn sich die Persönlichkeit ausprägt und festigt. Robert Freitag dankte der Stadtverwaltung und der Politik für die guten Beziehungen und das Vertrauen.

Besonderer Dank gelte aber dem Team, das die Kita in den vergangenen Monaten aufgebaut habe, vor allem Annika Blum, die sich besonders einbrachte und nun die Einrichtungsleitung übernimmt. „Ich habe in der Freien Aktiven Gesamtschule als Sozialpädagogin angefangen“, erzählt die 28-Jährige. Was sie an der neuen Aufgabe besonders gereizt habe, sei die Aufbauarbeit, die ihr und ihren Kollegen bis zum letzten Bilderrahmen freie Entscheidung gelassen habe. „Natürlich ist das hier eine ganz andere Arbeit als mit den Jugendlichen“, sagt Blum, die auch eine Zulassung als Erzieherin hat. „Alle Mitarbeiter machen derzeit ein Montessori-Diplom an unserer Grundschule und verfügen über fundierte Kenntnisse“, betont Robert Freitag.

Das Montessori-Konzept greift auch bei der Raumaufteilung. Die vormaligen Gruppenräume wurden quasi aufgelöst und in Themenräume umgewidmet. So existieren jetzt unter anderem Kreativbereich, Forscherraum, Schlafbereich, sowie Wickel- und Waschräume. Im Foyer ist außerdem eine sogenannte Bewegungsbaustelle nach dem Konzept von Elfriede Hengstenberg aufgebaut, an der die Kinder ihre Motorik schulen können. „Die Kinder machen nur, was sie sich zutrauen, wir geben keine Hilfen. Frustrationstoleranz ist mit das wichtigste in der Entwicklung“, erklärt Robert Freitag. Dass manche Schulen kritisieren, dass die Kinder schon in der Kita erste Berührung mit Zahlen und Buchstaben haben, weist er zurück: „Wir nutzen nur die sensible Phase zwischen vier und fünf Jahren, in der das Lernen besonders leicht fällt“. Die Plätze in der Kita sind auf 30 begrenzt, es entscheidet das Los. FAK-Eltern haben ein Vorgriffsrecht auf einen Platz an der FASW.