Kulturbewahrung in Wülfrath Forscher halten Bergisches Platt auf Tonband fest

Wülfrath · Beim nächsten Treffen der Mundartfreunde im Niederbergischen Museum ist Tim Krokowski von der Universität Bonn zu Gast, um das Projekt zum Platt vorzustellen. Es werden Teilnehmer für das Projekt gesucht.

 Eberhard Tiso mit Rolf Julius (links) freuen sich, wenn sich auch Wülfrather bei dem Platt-Proket beteiligen.

Eberhard Tiso mit Rolf Julius (links) freuen sich, wenn sich auch Wülfrather bei dem Platt-Proket beteiligen.

Foto: Blazy, Achim (abz)

Es sprechen nicht mehr viele, umso wichtiger ist es, dass es gepflegt wird: Bergisches Platt. Um es für kommende Generationen zu bewahren, hat sich Tim Krokowski von der Universität Bonn mit einem Team von Forschern ein besonderes Projekt auf die Fahne geschrieben, für das auch eine Wülfrather Beteiligung wichtig ist. Unter dem Titel „„Dialektatlas Mittleres Westdeutschland (DMW)“ werden regionale Sprechweisen in Nordrhein-Westfalen sowie in Teilen von Niedersachsen und Rheinland-Pfalz erforscht und festgehalten. Die Daten sollen öffentlich zugänglich gemacht und damit ein Stück Kulturgut dauerhaft gesichert werden.

Dieses Projekt stellt Krokowski beim nächsten Treffen der Plattkaller im Niederbergischen Museum, am 7. August um 15 Uhr vor. Das Forscherteam aus Bonn ist über die Homepage des Niederbergischen Museums auf das Treffen der Mundartfreunde in Wülfrath aufmerksam geworden. Die Wissenschaftler hoffen, für ihr Projekt weitere Teilnehmer zu finden, die bei den Vor-Ort-Befragungen teilnehmen. Mit Mundartfreunde-Mitglied Rudi Meinecke aus Mettmann haben sie bereits Tonaufnahmen gemacht. Insgesamt sollen rund 3000 Mundartsprecher in gut 1000 Orten in Einzelgesprächen befragt werden. Nun hoffen sie, bei dem Treffen am 7. August weitere Plattkaller für das Projekt begeistern zu können. Bei dem Treffen wird zudem unter der Anleitung von Rolf Julius die Arbeit an dem Nachschlagewerk für das Platt fortgesetzt.

(am)