Wülfrath: Förderverein Herzog-wilhelm-Markt vor Neuanfang

Förderverein Herzog-Wilhelm-Markt organisiert sich neu : Wer folgt Hans-Peter Altmann als Mr. HWM?

Der Fördervereinsvorsitzende möchte die Organisation des Herzog-Wilhelm-Markts nicht länger übernehmen.

Nun ist die Bombe geplatzt, Hans-Peter Altmann, vielen als Politiker, noch mehr Menschen als „Mister HWM“ bekannt, will zukünftig nicht mehr federführend besagten Herzog-Wilhelm-Markt organisieren.

Für Insider ist die Neuigkeit keine Überraschung. Denn kurz bevor der Startschuss zum Aufbau des berühmten Weihnachtsmarkts fallen sollte, drohte der HWM zu kippen. Im nicht-öffentlichen Teil des Ausschusses für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Mitte November wurden die aus Sicht des rein ehrenamtlich arbeitenden Fördervereins – er ist für die Organisation des malerischen Marktes zuständig – unerfüllbaren Auflagen thematisiert. „Das Sicherheitskonzept umfasst mehr als 50 Seiten“, bekannte Hans-Peter Altmann. Die Zu- und Abwegung zum Kirchplatz wurde mehrfach im Rahmen von Brandschutzauflagen moniert, „es ist nun mal klein und eng“, beschrieb Altmann die Logistik rund um die Stadtkirche. Feuerwehrwege von 10,5 Meter freizuhalten sei schlicht unmöglich. Auch, was den Büdchenbetreibern letztlich oktroyiert werde, sei viel: Wer eine Feuerstelle oder heiße Ölversorgung in der Hütte hat, braucht einen Feuerlöscher. Gasflaschen ab einem Volumen von 11 Litern dürfen nur außerhalb der Bude gewechselt werden und wenn der Markt leer ist.

„Letztlich ist es von ehrenamtlich Arbeitenden kaum mehr umsetzbar, was alles verlangt wird“, beschrieb Altmann in diesem Kontext die lange Liste. „Das macht keinen Spaß mehr“, kündigte er bereits bei der Vorbesprechung zum 44. HWM an.

Kommentieren mag er seinen angekündigten Rücktritt nicht. „Ich möchte erstmal die Nachfolge regeln“, und das dürfte auch im Sinne der Stadt sein. Der Herzog-Wilhelm-Markt ist nämlich nicht bloß ein Kleinod wegen seiner tatsächlich schönen Kulisse. Der HWM ist ein Frequenzbringer und Reklameschild der Stadt. Über die Grenzen Wülfraths hinaus kommen Besucher.