Wülfrath: Die Ortsgruppe „Fridays for Future“ wird aktiv.

Wülfrath : Jugendliche säubern den Stadtpark

Die Ortsgruppe „Fridays for Future“ will nicht nur fürs Klima demonstrieren, sondern plant weitere Aktionen.

Vor gerade einmal etwas über einem Monat haben sich Jan- Niklas Niebisch und Emily Birkner dazu entschlossen, in ihrer Heimatstadt Wülfrath eine eigene „Fridays for Future“ (FFF)-Ortsgruppe zu initiieren. Die erste Amtshandlung, die Demonstration am 31. Mai dieses Jahres, war bereits ein voller Erfolg. Über 250 Teilnehmer fanden sich spontan ein, der Demonstration zu folgen. „Von dem Zuspruch sind wir selbst ganz überrascht und auch ein bisschen stolz. Unsere Mitgliederzahl hat sich seit der Demo verdoppelt“, verraten die Initiatoren, die bei der ersten Vollversammlung vor rund drei Wochen als Delegierte für ihre Ortsgruppe gewählt wurden. Die Mahnwache, die am 4. Juni vor dem Rathaus im Zuge des Umweltausschusses organisiert wurde, war ebenfalls von Erfolg gekrönt.

„Nun hoffen wir, dass sich Politik und Verwaltung ernsthaft mit dem Thema auseinandersetzt, in Wülfrath den Klimanotstand auszurufen. Nicht nur als symbolisches Zeichen wäre ein solcher Schritt wichtig, auch müssten alle künftigen städtischen Maßnahmen auf Klimaaspekte überprüft werden“, erläutert Emily Birkner den Wunsch ihrer Ortsgruppe. Auf den bereits geleisteten Aktionen ausruhen kommt für die beiden 17-Jährigen nicht in Frage. Bei der zweiten Vollversammlung, die jetzt in den Räumen des Kinder- und Jugendhauses an der Schulstraße initiiert wurde, stand die Zukunft der Ortsgruppe im Fokus der Diskussion.

Gemeinsam mit weiteren Mitgliedern und einem interessierten Gast wurde bereits am Terminkalender der nächsten Wochen gefeilt. „Am diesem Samstag planen wir ein CleanUp, also eine Säuberungsaktion in Wülfrath“, erklärt Emily Birkner und hofft auf große Unterstützung aus der Bürgerschaft. Ab 13.30 Uhr versammelt sich die Ortsgruppe am Samstag vor der Sparkasse, um 14 Uhr soll zunächst der angrenzende Stadtpark gereinigt werden.

„Vielleicht gehen wir danach noch in Richtung Innenstadt“, so die Initiatoren. Handschuhe sollten alle Beteiligten selbst mitbringen. Mit der Aktion möchte die Wülfrather FFF-Ortsgruppe ihre Intentionen verdeutlichen. „Wir wollen uns aktiv für unsere Umwelt einsetzen und nicht nur Forderungen stellen und Demonstrationen veranstalten“, erklären die beiden Delegierten, die sich zudem einen Jugendrat für Wülfrath wünschen.

Kandidieren könnten Jugendliche vom 14. bis 21. Lebensjahr. Gewählt werden dürfte bereits ab elf Jahren. „Somit hätten wir als Jugendliche auch selbst die Chance, Anträge zu stellen und kämen nicht nur in den Bürgerfragestunden zu Wort.“

Die nächste angemeldete Demo der Ortsgruppe Wülfrath findet am 8. Juli statt. Die Organisation für das weitere Großereignis lief jedoch nicht ohne kritische Reflektion der vergangenen Demonstration ab. „Die Debatten mit den Politikern waren zu lang. Bei der kommenden Demo werden keine Politiker reden“, sind sich die Mitglieder einig.

Gestartet wird um 11 Uhr an der Sparkasse, die zugleich auch als Endpunkt fungiert. Zwischenzeitig wird es eine Kundgebung am Rathaus geben.

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