Wülfrath: Claudia Panke kandidiert nicht für Bürgermeisterwahl 2020

Überraschung im Kommunalwahlkampf : Bürgermeisterin tritt nicht zur Wiederwahl an

Bei der Versammlung der Wülfrather Gruppe erklärte Claudia Panke, nicht an der Bürgermeisterwahl 2020 teilzunehmen.

Nun macht sie den Spekulationen um eine erneute Kandidatur ein Ende. Bei der Versammlung der Wülfrather Gruppe im Awo-Haus erklärte Claudia Panke, nicht zur Bürgermeisterwahl 2020 anzutreten.

Der Entscheidung sei ein „intensiver persönlicher Prozess“ vorangegangen, die vergangenen Monate bezeichnet sie als „Zeit des Zurückschauens, des Reflektierens und des Rekapitulierens“. „Denn elf Jahre sind eine lange Zeit und die Demokratie lebt auch vom Wandel. Jetzt ist es an der Zeit, dass für Wülfrath und mich persönlich ein Wandel ansteht.“

Noch aber ist sie ein Jahr im Amt als Wülfraths Bürgermeisterin und „mein Ziel ist es, wichtige Projekte abzuschließen oder gut auf den Weg zu bringen“. Beispielhaft nennt sie dafür die Fertigstellung des Neubaus Kita Schulstraße, die Planung der neuen Feuer- und Rettungswache sowie die Gründung einer Bürgerstiftung.

„Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich weiterhin all meine Energie und Kraft dafür verwenden werde, mich für meine Heimatstadt und ihre Menschen einzusetzen.“ Mit der Erklärung ihrer Nicht-Kandidatur – 2009 wurde sie ins Amt gewählt und 2014 mit überwältigender Mehrheit in ihrer Funktion als Bürgermeisterin bestätigt – resümmierte sie auch die vergangenen Jahre im Amt. Mit dem Ziel angetreten, für Wülfrath „etwas zu gestalten und es nicht einfach nur zu verwalten“ war ein wesentlicher Aspekt, die Stadt zukunftsfähig aufzustellen und seine Selbständigkeit zu erhalten. „Das ist mir in meiner Amtszeit gelungen“, lautet ihre Einschätzung. „Mein Hauptziel war es, Wülfrath finanziell und organisatorisch in ein ruhigeres Fahrwasser zu bringen“, also Schulden abzubauen und Altlasten zu tilgen. „Vom Nothaushalt kommend, haben wir in diesen Jahren sogar einen Haushaltsausgleich, Tilgung von Krediten und somit eine Absenkung des Schuldenberges erreichen können.“ Aus der finanziellen Bredouille zu kommen, wird „weiterhin die größte Herausforderung sein. In einer wahren Aufholjagd wurden längst überfällige Jahresabschlüsse vorgenommen, die Stadt ist auch hier á jour durch den genehmigten Jahresabschluss 2018“.

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