Wülfrath: Caritas-Suchthilfe bietet neue Orientierungsgruppe an

Wülfrath : Suchthilfe folgt neuem Konzept

Die Orientierungsgruppe der Caritas hilft, eigene Strategien zu überdenken.

Seit kurzem gibt es eine neue Orientierungsgruppe der Caritas-Suchthilfe, die sich an Menschen mit Alkohol- und Drogenproblemen richtet. Dabei handelt es sich um eine offene Gruppe, die sich einmal in der Woche trifft. Das erste Treffen war am 17. Dezember.

Mit dieser Gruppe möchten die Berater der Caritas Betroffene ansprechen, die sich selbst oder deren soziales Umfeld sich Gedanken über ihren Konsum von Alkohol oder Drogen machen. Angesprochen sind auch Menschen, die sich einen Austausch mit anderen wünschen und etwas an ihrem Konsumverhalten ändern wollen.

Mit der Orientierungsgruppe folgt die Caritas einem neuen Konzept. „Zuvor gab es bei uns meist zehn fixe Termine mit zuvor festgelegten Themen“, erklärt Katja Neveling von der Suchthilfe. „Jetzt können die Teilnehmer mehr eigene Themen einbringen und die Sitzungen bestehen nicht nur aus zehn Terminen. Außerdem kann jeder auch zu einem späteren Zeitpunkt zur Gruppe dazu stoßen.“ In der Vergangenheit hatte man bei der Caritas gewartet, bis zehn Teilnehmer zusammen gekommen waren, bevor eine neue Selbsthilfegruppe gestartet werden konnte.

Am ersten Treffen vor Weihnachten nahmen unter der Leitung von Lars Jacobi vier Personen teil. So kurz vor Weihnachten sei das aber erwartbar gewesen, erklärt Neveling. Im neuen Jahr rechnet die Suchtberatung mit mehr Teilnehmern. „Gemeinsam können die Teilnehmer neue Handlungsmöglichkeiten entdecken und Ideen entwickeln, um ihre jeweilige Lebenssituation positiver zu gestalten“, sagt Neveling.

Mögliche Themen und Fragestellungen innerhalb der Orientierungsgruppe können sein: Wann ist eine stationäre Entgiftung nötig und was bedeutet das für mich? Was spricht für Suchtmittelabstinenz, oder kann ich meinen Konsum kontrollieren? Was ist eine Entwöhnungsbehandlung? Was bedeutet mein Suchtmittelkonsum für meine Beziehung und meine Umwelt? Was kann ich gegen Suchtdruck tun? Wichtig ist den Mitarbeitern der Caritas, dass die Teilnehmer ihre Fragestellungen und Sorgen rund um das Thema Suchtmittelkonsum in die Gruppe einbringen können. Die Gruppe trifft sich jeden Montag, von 17.30 Uhr bis 19 Uhr in der Beratungsstelle an der Nordstraße 2a.

Interessierte können einfach vorbei kommen, oder sich bei Katja Neveling oder Lars Jacobi unter der Rufnummer 02058 78020 informieren.

(isf)
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