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Wülfrath: Blühwiese Flandersbach ist Insektenmagnet

Beitrag zum Naturschutz in Wülfrath : Es blüht so grün, wenn Flandersbachs Blüten blühen

Zuletzt wegen des Lok-Unglücks und ausgetretenem Dieselkraftstoff in aller Munde, macht jetzt eine Blühwiese am Lhoist-Werksgelände Flandesbach positive Schlagzeilen. Das Blühdreieck am Erbacher Berg ist ein beliebter Sammelplatz für Insekten, hier summt und brummt es.

Corona-bedingt ist derzeit am Himmel ungewohnt wenig los – und nach Ansicht mancher dürfte es gerne so bleiben. Nun fällt ein besonderer Flugverkehr auf. Seit wenigen Wochen blüht die wilde Wiese am Erbacher Berg, der Andrang von Wildbienen und anderen Insekten ist groß.

Aufgrund der geometrischen Form des etwa 3000 Quadratmeter großen Areals war schnell der Name „Bienendreieck“ aus der Taufe gehoben, das im Frühjahr als Blühwiese der Kalkwerke eingesät wurde.

Über die Nützlichkeit der fleißigen Helfer besteht lange Einigkeit. „Seit vielen tausend Jahren erntet der Mensch weltweit Honig, Pollen und Wachs von Bienenvölkern“, erklärt Lisa Gödde aus der Abteilung Umweltschutz und Genehmigungen bei Lhoist. „Die große Bedeutung der Biene liegt jedoch nicht im wirtschaftlichen Wert des Honigertrags, sondern maßgeblich in der Bestäubung der Wildflora.“ So seien die Bienen bei der Bestäubung landwirtschaftlicher Kulturen genauso unersetzlich wie bei der Erhaltung eines intakten Naturhaushaltes.

Unterstützt wird das Projekt durch die beiden Imkerinnen Nicole Janning und Anne Kurpiers aus Wülfrath, die das Areal zeitweise durch die Aufstellung von Bienenstöcken nutzen.

Auch Carlos Ripoll, Leiter des Werkes Flandersbach, freut sich über die Errichtung der Wildblumenfläche und betonte: „Die Blühwiese ist ein Symbol für den Erhalt der Artenvielfalt“. So sei der nachhaltige Schutz der Umwelt von hoher Bedeutung und hat im Unternehmen eine lange Tradition.

(RP/von)