1. NRW
  2. Städte
  3. Wülfrath

Wülfrath: Bei der Kommunalwahl 2020 tritt auch Mario Sülz an

Kommunalwahl 2020 : Wülfrather Mario Sülz von der UWG kandidiert für Posten als Landrat

Sein Wahlslogan spielt auf seine Körperfülle an und enstand spontan. Als Landrat würde das Motto seiner Amtsperiode lauten: „Abnehmen mit dem Haushalt.“ Vor dreißig Jahren begann Sülz sein gesellschaftliches Engagement in seinem Wohnquartier Flandersbach mit einer privaten Initiative zum Bau von Kinderspielplätzen, die nach Fertigstellung der Stadt geschenkt wurden. Heute sitzt er als Sachkundiger Bürger im Bauausschuss des Kreistages,

Mario Sülz steht eindeutig bereit und möchte für die Unabhängige Wählergemeinschaft des Kreises Mettmann (UWG) am 13. September zum Landrat gewählt werden: „Die Idee zur Kandidatur war schon bei der vergangenen Wahl 2014 da. Aber ich wollte erst, dass wir innerhalb der UWG und den städtischen Wählergemeinschaften mit einem Mund sprechen. Das Vorhaben eines eigenen Kandidaten ist dann in der letzten Wahlperiode gereift.“

Bislang war und ist Sülz als sachkundiger Bürger in Ausschüssen des Kreistages tätig, dann sagte die UWG-Vorsitzende: „Junge, Du hast doch die Statur zur Kandidatur“ – nun kandididert er. In der Familie war keine Überzeugungsarbeit nötig. „Ich mache seit 1999 Kommunalpolitik, meine Familie kennt das gar nicht anders.“ Privat teilt der „absolute Familienmensch“ mit Frau und Tochter das Interesse am Pferdesport. Im Reit- und Fahrverein Metzkausen fungiert Sülz als Vorsitzender.

Zu seinen herausragenden politischen Zielen zählt der 51-jährige eine Neubetrachtung des Kreishaushalts: „Es gilt zu prüfen, ob an den Standards etwas zu verändern ist; nicht an den Pflichtprodukten.“ Bei einem Umfang von mehr als 500 Millionen Euro sei Potential zum Einsparen gegeben. Nachhaltigkeit ist sein zweiter Schwerpunkt. „Wir haben im Kreis so viele öffentliche Immobilien. Dort könnte ich mir vorstellen, überall Photovoltaik draufzuschrauben.“ Als drittes steht für ihn die konsequentere Digitalisierung auf der Agenda. Sitzungen online abzuhalten spare Wege und Zeit. Auch die kreiseigenen Schulen müssten bei der Digitalisierung voranschreiten.

Die städtischen Wählergemeinschaften führen seperate Wahlkämpfe. Er möchte an Straßenständen präsent sein, verzichtet auf Plakatwerbung Die Chance auf Wahlerfolg schätzt er realpolitisch ein: „Unser Ziel für die UWG ist zehn Prozent plus. Ich träume davon, der neue Landrat zu sein. Aber die Wahrscheinlichkeit ist äußerst gering.“

Sein Wahlslogan spielt auf seine Körperfülle an und enstand spontan: „Das Schwergewicht für den Kreis Mettmann.“ Gewänne er die Wahl zum Landrat, würde das Motto seiner Amtsperiode lauten: „Abnehmen mit dem Haushalt.“ Es wäre eine weitere der vielfältigen Stationen in einem spannenden beruflichen Werdegang, der Sülz vom Bundeswehrsoldaten über die Tauchlehrertätigkeit zum Versicherungsmakler mit Büro in Mettmann brachte. Als Sülz vom Vorschlag des Wülfrather Bürgermeisterkandidaten Rainer Ritsche hört, Grillplätze in der Stadt zu installieren, begeistert sich der gebürtige Niedersachse spontan – und möchte kreisweit Grillplätze schaffen. Auch Sauberkeit, Ordnung und den verheerende Zustand der Straßen nennt Sülz „vordringlich anzupackende Aufgaben“. Zudem sei er für ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen und für den Abbau der Überstundenberge der Polizisten.

Mit der Leistung des amtierenden Landrats zeigt sich der Konkurrent zufrieden: „Thomas Hendele macht einen super Job. Vieles läuft sehr schön im Kreis, aber an einigen Schrauben muss man halt drehen und neuen Schwung aufnehmen.“ Vor dreißig Jahren begann Sülz sein gesellschaftliches Engagement in seinem Wohnquartier Flandersbach mit einer privaten Initiative zum Bau von Kinderspielplätzen, die nach Fertigstellung der Stadt geschenkt wurden. Heute sitzt er als Sachkundiger Bürger im Bauausschuss des Kreistages, wo er unlängst an den Planungen zum Steinzeitspielplatz am Neanderthal Museum beteiligt war. Ausflüge ins schöne Neanderland, besonders zu guten Restaurants, genießt Sülz, doch eines musste er unlängst erfahren: „Die Gastronomie leidet gerade sehr. Die Wirtschaftsförderung des Kreises würde ich runterfahren. Jede Stadt hat dafür eigene Manpower und Geld. Dafür würde ich mehr den Tourismus fördern.“ Mario Sülz erkennt selbst, für was er steht: „Ich wäre auf jeden Fall der gemütlichste Landrat.“