Wülfrath: Awo-Mittagstisch in der Begegnungsstätte

Wülfrath: „Der Mittagstisch bringt Leben ins Haus“

In Gesellschaft ein warmes Essen genießen, statt alleine zu Hause essen - das bietet die Awo-Begegnungsstätte.

Cornelia Weimer hat den Awo-Mittagstisch wiederbelebt. Seit sie im April die Leitung der Awo-Begegnungsstätte in Wülfrath übernommen hat, wird im Haus wieder gekocht. Unter dem Motto „Flott in den Pott“ gibt es zwei Mal pro Monat Gerichte nach Hausfrauenart –  zum kleinen Preis von fünf Euro pro Essen.

Frau Weimer, wie wird der Mittagstisch angenommen?

Weimer Sehr gut! Im Schnitt besuchen uns zu jedem Termin 35 Senioren. Viele sind alleinstehend und freuen sich, in Gesellschaft zu essen. Es gibt aber auch einige Paare, die immer wieder kommen. Die Ehefrauen genießen, dass sie mal nicht selbst kochen müssen. Das ist ja auch eine schöne Abwechslung.

Wer kocht bei Ihnen?

Weimer Im Moment koche ich selbst, zusammen mit einer Ehrenamtlichen. Wir fangen meistens drei Tage vorher mit den Vorbereitungen an: Dann kaufen wir ein oder kochen schon mal was vor, das kaltgestellt werden kann. Das ist ein bisschen wie beim Perfekten Dinner – da wird ja auch immer schon möglichst viel vorher erledigt.

Nach welchen Geschmäckern wählen Sie die Mittagsgerichte aus?

Weimer Wir bieten ein Essen nach Hausfrauenart. Ich spreche oft mit den Senioren und frage sie nach Ihren Ideen und Wünschen. Und dann versuche ich, möglichst auch Abwechslung zu bieten. Wir hatten schon sehr deftige Gerichte hier, zum Beispiel Möhrengemüse mit Blutwurst. Bei so warmem Wetter gibt es aber meist leichte Küche. Reis steht eher nicht auf dem Plan – wir haben gemerkt, dass viele unserer Gäste den nicht so gern essen.

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Was landete zuletzt im flotten Pott?

Weimer Es hat Spaghetti Bolognese gegeben. Manchmal darf es ruhig ein aufwändigeres Essen sein. Das würden sich die Senioren nicht unbedingt selbst kochen und freuen sich dann, es bei uns essen zu können.

Nehmen Sie noch neue Gäste auf?

Weimer Mit 35 Mahlzeiten sind unsere Kapazitäten eigentlich schon ausgeschöpft. In der Regel tragen sich die Gäste gleich für den nächsten Termin ein. Wenn jetzt aber noch jemand anruft und vorbeikommen möchte, sage ich nicht nein. Und auf Dauer wollen wir mal schauen, wie wir das Angebot ausweiten. Das war ja erst mal ein Versuch, und es ist ein schöner Erfolg, dass dieser Versuch so gut angekommen ist. Das bringt Leben ins Haus.

Den nächsten Mittagstisch gibt es am Dienstag, 21. Augst, in der Awo-Begegnungsstätte, Schulstraße 13. Es gibt Leberkäse mit Bratkartoffeln und Rote Bete-Salat, als Nachtisch Joghurt.

Rabea Gruber führte das Gespräch.

(rab)
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