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Wülfrath: Andreas Seidler (CDU) zieht sich nach Wahlniederlage zurück.

CDU in Wülfrath : Andreas Seidler will kürzer treten

Das CDU-Urgestein zieht sich nach der verlorenen Bürgermeisterwahl von Partei- und Fraktionsspitze zurück. Im Rat bleibt er, und stellvertretender Bürgermeister will er auch werden.

Ein Urgestein der politischen Landschaft in Wülfrath und im Kreis Mettmann zieht sich von zweien seiner politischen Ämter zurück. Andreas Seidler nimmt die verlorene Bürgermeisterwahl zum Anlass, sein Amt als Parteivorsitzender der CDU sowie als Stellvertretender Fraktionsvorsitzender abzugeben.

„Seit der verlorenen Wahl zum Bürgermeister habe ich mir mit meiner Familie viele Gedanken um meine politische Zukunft gemacht“, sagt der 53-Jährige. „Meinen Sohn freut es sehr, dass ich in Zukunft mehr Zeit für ihn haben werde.“

Seit Dezember 2004 war Seidler – mit einer kurzen Unterbrechung – Parteivorsitzender der Wülfrather CDU. Seit sechs Jahren ist er nun schon Stellvertretender Fraktionsvorsitzender. „Man sollte aufhören, wenn es am schönsten ist... diesen Satz habe ich oft gehört und mit immer zu Herzen genommen“, sagt Seidler. „Wir haben in der Partei so viele Frauen und junge Leute – da muss im Parteivorstand auch eine Frau dabei sein. Das geht nicht anders“.

Sein Platz im Fraktionsvorsitz geht daher in einstimmiger Wahl an Elke Platzhoff. Andreas Seidler: „Wir haben es in der Partei immer so gemacht, dass wir uns nach einer Kommunalwahl breiter aufgestellt haben. Wir wollen den Vorstand und die Fraktion wieder von den Positionen trennen – was auch gut so ist.“

Sein Ratsmandat hat der CDU-Mann wiedergewonnen. Für die Position als Stellvertretender Bürgermeister hat ihn die Fraktion ebenfalls erneut einstimmig nominiert. „Für diese Aufgabe stelle ich mich im Rat wieder zur Wahl. Das Amt macht mit Spaß“, verrät er. „Ich mag den direkten Kontakt zu den Menschen in Wülfrath.“

Andreas Seidler bleibt also politisch weiter aktiv, auch wenn er in Zukunft etwas kürzer tritt: „Man sollte dann aufhören, wenn es am schönsten ist… – genau das werde ich vielleicht irgendwann machen, aber nicht 2020. Schön war die deutliche Niederlage definitiv nicht. Aber ich werde die Ärmel hochkrempeln und in den kommenden fünf Jahren gemeinsam mit der CDU aus dem Rat und Kreistag heraus alles versuchen, um unsere tolle Stadt weiter nach vorne zu bringen.“

Die neugewählte CDU-Fraktion hat am vergangenen Montag zudem ihren neuen Fraktionsvorstand gewählt: Axel Effert wurde einstimmig in seinem Amt bestätigt, Elke Platzhoff wurde als Erste Stellvertretende Fraktionsvorsitzende ebenfalls einstimmig gewählt. Zweiter Stellvertretender Fraktionsvorsitzender ist MdL Martin Sträßer. Zum Vorstand gehören zudem: Johanna Liell als Fraktionsgeschäftsführerin; Pressesprecherin Ann Kathrin Berg und Schatzmeister Claus Leifeld.

(tree)