Enkeltrick in Wülfrath 86-Jährige um hohen Geldbetrag betrogen

Wülfrath · Der weinende Mann am Telefon gab sich als Sohn aus. Und machte Druck. Am Ende verlor eine 86-jährige Wülfratherin ihre gesamten Ersparnisse.

 Eine 86-jährige Wülfratherin glaubte, am Telefon ihren Sohn zu erkennen – und verlor viel Geld.

Eine 86-jährige Wülfratherin glaubte, am Telefon ihren Sohn zu erkennen – und verlor viel Geld.

Foto: dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Ein hoher fünfstelliger Betrag in Bargeld ist weg. Und der Ärger über sich selbst vermutlich riesengroß: Eine 86-Jährige aus Wülfrath ist auf einen Enkeltrick hereingefallen.

Am Freitagmittag klingelte das Telefon der Seniorin. Ein Mann gab sich als ihr Sohn aus. Weinend schilderte der Anrufer, er habe einen Verkehrsunfall verursacht, bei dem eine Frau ums Leben gekommen sei. Nun müsse er in Haft, wenn bei der Gerichtskasse keine Kaution für ihn hinterlegt würde.

Die Polizei beschreibt, wie es weiterging: „Durch geschickte Gesprächsführung setzte der vermeintliche Sohn die Wülfratherin am Telefon derart unter Druck, dass diese ihr Erspartes zusammensuchte.“ Die Seniorin übergab mehrere Zehntausend Euro Bargeld vor der Wohnungstür an eine Abholerin.

Erst als die Frau längst fort war, dämmerte es der Wülfratherin, dass sie vermutlich betrogen worden war und sie informierte die Polizei. Diese warnt erneut vor der perfiden Betrugsmasche. So sollte man stets skeptisch sein, wenn Anrufe oder Nachrichten von unbekannten Nummern eingehen, sich jemand als eine Amtsperson ausgibt und im weiteren Verlauf Geldsummen oder Schmuck gefordert werden. Weder die Polizei noch die Justiz nehmen Kautionssummen in Verwahrung. Immer die Angehörigen selbst anrufen, um die Informationen zu überprüfen. Im Zweifel die 110 anrufen!

(dne)
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