1. NRW
  2. Städte
  3. Wülfrath

Wattbewerb: Stadt will Wülfraths Photovoltaik-Leistung verdoppeln

Klimaschutz in der Kalkstadt : Watt-Wette: Stadt will Wülfraths Photovoltaik-Leistung verdoppeln

Derzeit gibt es im Stadtgebiet 349 Anlagen mit einer Bruttoleistung von 4500 kW. Das soll durch Informationsveranstaltungen für Bürger gesteigert werden. Hintergrund: Die Verwaltung möchte beim bundesweiten „Wattbewerb“ punkten.

(RP) Wülfrath setzt sich ein ambitioniertes Ziel: Innerhalb der nächsten Jahre soll die im Stadtgebiet ausgebaute Photovoltaik-Leistung verdoppelt werden. Hintergrund dieser Zielsetzung ist die Teilnahme an einem bundesweiten Städte-Wettbewerb, der von Umweltschützern, darunter verschiedenene Fridays-for-Future-Gruppen, ins Leben gerufen wurde. Der sogenannte Wattbewerb endet automatisch, wenn die erste Großstadt ihre installierte PV-Leistung verdoppelt hat und es gewinnt die Stadt, die seit dem Start den größten Zubau der PV-Leistung pro Einwohner erreicht hat. Derzeit sind auf Wülfrather Stadtgebiet 349 Anlagen mit einer Bruttoleistung von 4500 kW verbaut. „Das Interesse an der Errichtung solcher Anlagen ist zurzeit groß, da sie in den meisten Fällen wirtschaftlich sehr interessant sind. Durch die steigenden Strompreise wird sich die Wirtschaftlichkeit künftig noch weiter verbessern“, unterstreicht Wülfraths Klimaschutzmanager Gerd Schlüter. Durch die Teilnahme an dem Wettbewerb soll weitere Aufmerksamkeit für das Thema gewonnen werden.

  • Der Klimaschutzmanager Stephan Baur, Bürgermeister Ralf
    Stadt Neukirchen-Vluyn, Enni und Volksbank ziehen an einem Strang : Aktion für mehr grünen Strom vom eigenen Dach
  • Manfred Poell: Klimaschutz soll Chefsache werden.
    Klimaschutzkonzept in Monheim : Grüne: Photovoltaik zur Pflicht machen
  • Christoph Hartz mit der Photovoltaik-Anlage, deren
    Dank eigener Photovoltaik-Anlage : Solarstrom produzieren und Nebenkosten reduzieren

Wichtig sind umfassende Bürger-Informationen. Sie starten am Montag, 14. Juni, 19 bis 21 Uhr, mit einer Online-Veranstaltung, in der die Verbraucherzentrale und die Stadtwerke Wülfrath einen praxisnahen Einstieg in die Thematik ermöglichen wollen. Mit einem Erfahrungsbericht aus der Sicht eines Anlagenbetreibers wird Bürgermeister Ritsche die Veranstaltung abrunden: Seit einigen Jahren ist auf seinem Privathaus eine PV-Anlage installiert, mit der er durchweg positive Erfahrungen gemacht.

„Die Investition lohnt sich für den Klimaschutz und auch finanziell“, meint Ritsche. Die Zugangsdaten zu dem kostenlosen Angebot lauten https://zoom.us/j/97542759977?pwd=VDhSQ0xibXBheERhRVJOVllsNEluZz09,

Meeting-ID 975 4275 9977, Kenncode 714524. Die Daten sind auch auf der städtischen Internet-Seite www.wuelfrath.net/stadtverwaltung/aktuelle-mitteilungen nachzulesen. Bei weiteren Fragen hilft Klimaschutzmanager Schlüter unter Telefon 18 366 oder per E-Mail an g.schlueter@stadt.wuelfrath.de.

Ein ähnlicher Auftakt ist zeitnah für Wülfrather Unternehmen angedacht. Da das nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerium kürzlich die „Kampagne 2021+ Mehr Photovoltaik auf Gewerbedächern“ gestartet habe, bestehe hier noch Abstimmungsbedarf zur optimalen Gestaltung des Angebots. Für eine erste und unkomplizierte Orientierung könnten Interessierte über das Solarkataster www.energieatlas.nrw.de prüfen, wie lohnenswert eine PV-Anlage für sie wäre.

Auch die Stadtverwaltung will ihren Teil zum Ausbau beitragen: Bereits im Spätsommer soll die Anlage auf dem Dach des Rathauses an das Netz angeschlossen werden. Die Realisierung weiterer Anlagen wird derzeit geplant, heißt es aus dem Rathaus.

(RP)