Wasserwelt in Wülfrath bekommt personellen Zuwachs

Schwimmbad an der Goethestraße : Wasser-Welt bekommt personellen Zuwachs

Im Hallenbad wird eine neue Stelle mit einem Anteil von 24 Stunden pro Woche eingerichtet.

Bisher gehörte es zum Arbeitsalltag als Mitarbeiter des Badbetriebes „Wülfrather Wasser Welt“, besonders zu den aktuellen Öffnungszeiten, planmäßige Überstunden anzuhäufen. Da die bisherigen Stellen so knapp bemessen wurden, konnte die Aufrechterhaltung des Badebetriebes ohne diese Überstundenregelung nicht gewährleistet werden. Dass das Personal mitunter am absoluten Kapazitätsminimum von einem Schwimmmeister und einem Badewärter agierte, gehört ab sofort jedoch der Vergangenheit an. Die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses haben sich jetzt in ihrer Sitzung einstimmig für die Personalerweiterung um eine weitere Teilzeitstelle ausgesprochen.

Grund für die Neuausrichtung des Stellenplans war ein Urteil vom Bundesarbeitsgericht vom 19. Dezember des vergangenen Jahres, im welchen festgelegt wurde, dass künftig auch Überstunden von Teilzeitkräften zuschlagspflichtig auszuzahlen seien. Sogar dann, wenn sich der Überstundensatz noch immer unter dem Zeitkontingent einer Vollzeitstelle bewegt. Seitdem müssen auch in Wülfrath Zuschläge in Höhe von 30 Prozent ausgezahlt werden. In den letzten Jahren sind rund 1000 Überstunden verursacht worden. Ein Fortlaufen der bisherigen Regel würde jedoch einen erhöhten Kostenaufwand verursachen, weshalb man sich für die Initiierung einer weiteren Kraft mit einem Stundenanteil von 24 Stunden pro Woche ausgesprochen hat. Die Stelle nach einem weiteren Badewärter soll nach der Freibadsaison in Angriff genommen werden.

„In Summe entsteht durch diese Stellenmehrung ein Einspareffekt von 4000 bis 5000 Euro pro Jahr“, prognostiziert die Verwaltung in ihrer Beschlussvorlage. Ob eine solche Regelung künftig in der Verwaltung zur Regel wird und Überstunden demnach mit neuem Personal entgegengewirkt werden würde, wollte die CDU wissen. Dies konnte Bürgermeisterin Claudia Panke jedoch vehement verneinen. „Da bleibt die Wülfrather Wasser-Welt eine Ausnahme. Der Badbetrieb war bisher personell noch nie ganz ausgelastet.“ Von Seiten der Sozialdemokraten kam wiederum der Hinweis, künftig im Wülfrather Badbetrieb auch neues Fachpersonal auszubilden. Ein Vorschlag, den die Verwaltung dankend aufnahm und überprüfen möchte.

Zurzeit sind acht Mitarbeiter in der Wülfrather Wasser Welt tätig, drei Vollzeit- und fünf Teilzeitkräfte. Im vergangenen Jahr konnte das Bad im Herzen der Innenstadt 31.319 zahlende Besucher zählen.

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