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Tierheim braucht Geldspenden

Tiere suchen ein Zuhause : Tierheim braucht Finanzspritze

Damit 36 Katzen, 16 Hunde sowie neun Kaninchen auch in der Corona-Krise gut versorgt werden können, werden weitere Spender händeringend gesucht. Denn dem Tierheim gehen allmählich die finanziellen Mittel aus.

Dass in der Coronazeit mehr Tiere abgegeben werden als sonst – etwa aus finanziellen Gründen –, treffe für das Tierheim nicht zu, berichtet Olaf Owerdieck, stellvertretender Vorsitzender des Tierschutzvereins Velbert-Heiligenhaus, der das Tierheim betreibt. Allerdings gebe es etwas weniger Vermittlungen als sonst, räumt er ein.

Das Tierheim, das auch Fundtiere aus Wülfrath aufnimmt, ist seit 17. März für Besucher geschlossen. „Dazu haben wir uns entschlossen, um unsere Mitarbeiter zu schützen“, erklärt Owerdieck. Fünf Tierpfleger würden aber weiter arbeiten. „Die Versorgung der Tiere ist auf jeden Fall sichergestellt.“

Insgesamt 36 Katzen, 16 Hunde und neun Kaninchen leben zurzeit an der Langenberger Straße. „Normalerweise haben wir sogar mehr Hunde“, weiß Owerdieck. „Wir vermitteln auch weiter Tiere, natürlich versuchen wir den Kontakt mit anderen dabei so gering wie möglich zu halten.“ Beispielsweise per Homepage, „wenn wir per E-Mail Kontakt aufgenommen haben, vereinbaren wir mit den Interessenten einen Einzeltermin.“ Auch die monatlichen Hunde-Gassi-Geh-Schulungen fallen zurzeit aus.

„Wir haben einen festen Stamm aus 13 geschulten Ehrenamtlichen, die mit den Hunden auch jetzt Gassi gehen. Gruppen werden dabei ohnehin nicht gebildet, weil sich viele Hunde nicht vertragen“, berichtet der Vorsitzende. Außerdem hätten die Hunde die Möglichkeit, sich mit Artgenossen, mit denen sie sich gut verstehen, auf einem großen Freilaufgelände auszutoben.

„Wir haben im Moment auch viele Anfragen von Leuten, die auf verschiedene Weise helfen wollen. Das freut uns, aber wir können das wegen des Kontaktverbots oft gar nicht annehmen“, bedauert Overdieck, „was wir uns vorstellen können, ist, Leuten zu helfen, die wegen Corona nicht mehr mit ihrem Hund rausgehen können. Es gibt auch Überlegungen, solche Hunde eine Zeit lang bei uns aufzunehmen.“

Durch die geringere Zahl von Vermittlungen habe man weniger Einnahmen. „Wir sind ja im Moment nicht die einzigen, die gebeutelt sind.“ Viel dramatischer seien allerdings die finanziellen Einbußen durch das Wegbrechen von Spenden, mit denen sich das Tierheim neben den Beiträgen der knapp 300 Mitglieder hauptsächlich finanziert: „Das größte Ärgernis für uns ist, dass keine Veranstaltungen mehr stattfinden, auf denen wir mit Ständen anwesend sind und Spenden sammeln können“, bedauert Owerdieck.

„Für den 15. August haben wir ein Sommerfest geplant, aber auch hier sehen wir schwarz“, lautet seine Befürchtung. Daten des Spendenkontos stehen auf der Homepage.

Dort kann man sich auch mit Foto die Tiere anschauen, die eventuell zu einem passen würden. Auch schwerer vermittelbare Tiere, zum Beispiel Hütehunde, kann man dort finden. „Sie brauchen sehr viel Auslauf und müssen deshalb schon mal etwas länger bei uns bleiben“, beschreibt der Fachmann.