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Standesamt Wülfrath: Weniger Hochzeiten, mehr Todesfälle, eine Geburt

Wülfrath : Weniger Hochzeiten, mehr Todesfälle und eine Geburt

Sehr beliebt war laut Standesamt die Trauung an einem Samstag, diese Termine nutzten 43 Paare. Zudem haben 25 Paare, die nicht in Wülfrath wohnen, dort geheiratet. Das liegt auch an der Flexibilität und dem Engagement der beiden Standesbeamtinnen.

(RP) 102 Brautpaare haben sich 2020 im Wülfrather Standesamt das Ja-Wort gegeben, 2019 waren es noch 113, informiert das Standesamt. Davon fanden alleine im Dezember 25 statt. 94 Ehen wurden im Trauzimmer im Rathaus und acht in der Kutscherstube in Düssel geschlossen.

Sehr beliebt war laut Standesamt die Trauung an einem Samstag, diese Termine nutzten 43 Paare. „25 Paare, die nicht in Wülfrath wohnen, haben in Wülfrath geheiratet. Das liegt sicher auch an der Flexibilität und dem Engagement der beiden Standesbeamtinnen Andrea Pabst und Angelika Reimer“, sagt Sebastian Schorn, der Leiter des Ordnungs- und Standesamts, und ergänzt: „Die Kolleginnen gestalten sehr individuelle und persönliche Trauungen und das an sechs Tagen in der Woche zu unterschiedlichen Uhrzeiten“. Der Rückgang an Eheschließungen (elf weniger als 2019) habe vermutlich auch mit der Corona-Pandemie zu tun, da einige Brautpaare ihre Hochzeit –verständlicherweise – auf das Jahr 2021 verschoben hätten, in der Hoffnung, dann in größerem Kreis und überhaupt feiern zu können.

Noch mehr Zahlen aus dem Standesamt: 197 Sterbefälle wurden 2020 in Wülfrath beurkundet, davon 112 Frauen und 85 Männer. 2019 wurden noch 158 Sterbefälle (87 Männer, 71 Frauen) vermerkt – in der Bilanz ist das eine Zunahme der Todesfälle um 39 Personen.

2020 kam aber auch wieder ein Kind per Hausgeburt in Wülfrath zur Welt, so dass im Standesamt auch mal wieder eine Geburt beurkundet werden konnte, was 2019 nicht der Fall war. Apropos Neugeborene: Standesämter, in deren Bezirk ein Krankenhaus mit Geburtenabteilung fällt, können die beliebtesten Vornamen veröffentlichen. In Wülfrath lässt sich lediglich eine – nicht repräsentative – Tendenz aus den Einwohnermeldedaten ableiten. Demnach heißen bei den Jungen drei Kinder Anton und bei den Mädchen drei Kinder Ella. Das ist das Ergebnis von 172 in 2020 gemeldeten Geburten im Einwohnermeldeamt Wülfrath (2019: 197 Geburten).