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Stammtisch des Bürgervereins Wülfrath-Düssel diskutierte rege.

Geselligkeit in Wülfrath-Düssel : Die wesentlichen Dinge werden beim Stammtisch diskutiert

Teilnehmer des Stammtischs vom Bürgerverein Düssel sprachen intensiv über die neuen Tempo 10- und 20-Zonen und die Bank an den drei Linden.

Darauf haben die Mitglieder des Bürgervereins (BV) Düssel lange verzichten müssen, weshalb die Freude umso größer war: der Stammtisch. Knapp 15 Teilnehmende trafen sich zum Austausch in den Kutscherstuben.

Neben vielen privaten Gesprächen kamen auch noch einige Themen der Jahreshauptversammlung des Vereins auf den Tisch. So beschäftigte die Mitglieder vor allem das neue Tempo 10-Schild an der Einfahrt zum Hohlweg (wir berichteten). Bei den Mitgliedern sorgt das für Unverständnis. Denn, die Einfahrt in den Hohlweg ist mit dem Zeichen „Einfahrt verboten“ gesperrt. Allerdings ist sie für Fahrradfahrer frei. Genau für diese Verkehrsteilnehmer ist das Schild gedacht. Wie Baudezernent Stefan Holl bei der Jahreshauptversammlung erklärte, sollen durch das Schild Radfahrer angehalten werden, den hier abschüssigen Hohlweg wegen dort spielender Kinder nur mit 10 km/h zu befahren. „Eine Illusion, wer kontrolliert denn das“, war die einhellige Meinung des Stammtisches.

Im Zusammenhang damit wurde auch diskutiert, warum in der Dorfstraße eine Geschwindigkeitsanzeigetafel aufgestellt worden ist. Holl hatte auf der Jahreshauptversammlung mitgeteilt, dass etwa 85 Prozent der Autofahrer eine Geschwindigkeit von 20 km/h nicht überschreiten. Deshalb wolle man nun hier und auf dem Hohlweg eine Tempo-20-Zone einrichten. Das führte selbst im Nachhinein zur Jahreshauptversammlung zu viel Kopfschütteln, denn viel schneller kann man auf diesem Teil der Dorfstraße sowieso nicht fahren, so die Mitglieder. Sie sahen wenig Sinn darin, etwas zu verfügen, was sowieso schon eingehalten werde. Die Teilnehmer waren sich einig, dass eine Tempo-20-Zone von der Kreuzung Dorfstraße in Höhe des Cafés Pützer bis zu den Friedhöfen vViel sinnvoller sei. Die Begründung: Hier komme es wegen des deutlich stärkeren Fußgängerverkehrs und der vielen, teilweise rücksichtslos fahrenden Auto- und Fahrradfahrer immer wieder zu gefährlichen Situationen.

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Die Frage, warum die gesponsorte Bank an den drei Linden nicht aufgestellt werden kann, beschäftigte ebenfalls den Stammtisch. Ergebnis: Der Pächter des Geländes hat Vorbehalte, dass dadurch zusätzlichen Verschmutzungen seiner Wiesen Vorschub geleistet werden könnte, heißt es in der Pressemitteilung des Vereins. Heinrich-Wilhelm Köhler, Kollege des betroffenen Landwirts, und BV-Pressesprecher Reinhart Hassel sagten zu, mit dem Pächter und auch dem die Fläche verpachtenden Kirchenvorstand zu sprechen, um die Möglichkeit einer Unterpacht der Fläche durch den BV Düssel zu klären.

Um einen Baum ging es bei der Frage von Michael Becker. Der dritte Baum auf dem Dorfplatz wurde durch die Stadt wegen Schäden entfernt. Der Vereinsvorstand sagte zu, sich bei der Verwaltung zu erkundigen, was geplant ist und wann an der Stelle auch mit einer Neupflanzung gerechnet werden kann.

Thema war auch die Hilfe für die Ukraine. Intensiv diskutiert wurde, wann der nächste Hilfstransport von BV-Mitglied Roland Schary organisiert wird und wie man helfen kann. Bisher steht dazu allerdings noch nichts fest. Der Verein will darüber zeitnah informieren.

Zum Schluss erläuterte Reinhart Hassel sein Projekt der Facebook-Gruppe „Freundeskreis Bürgerverein Wülfrath-Düssel“. Jeder, der sich dem Dorf an der Düssel verbunden fühlt, ist eingeladen, der Social Media-Gruppe beizutreten. Allerdings ist das kein offizielles Projekt des Vereins, da der Vorstand aus datenschutzrechtlichen Gründen Bedenken hat, sich in den sozialen Netzwerken zu engagieren.

Nach knapp drei Stunden waren sich alle einig, dass es gut ist, dass es den Stammtisch wieder gibt. „Das hat mir ausgesprochen gut gefallen“, sagte Peter Delvos, langjähriges Mitglied des Vereins.

Infos zum Verein und den Aktivitäten in Düssel gibt es auf der Homepage unter www.bv-duessel.de.

(am)