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Stadtwerke helfen beim Umstieg auf Elektromobilität

Für ein grüneres Wülfrath : Stadtwerke helfen beim Umstieg auf Elektromobilität

Wer sich für eine private Ladestation entscheidet, wird bei Auswahl, Installation und Antrag auf Förderung durch die KfW-Bank unterstützt.

(RP) Mit einem neuen Angebot für private Wallboxen zum Auftanken von E-Autos an einer heimischen Ladestation erweitern die Stadtwerke Wülfrath ihr Portfolio im Bereich Elektromobilität. Hintergrund: Eine haushaltsübliche Steckdose ist für das regelmäßige Aufladen eines Elektroautos ungeeignet, da sie nicht für langes Laden unter hoher Last ausgelegt ist. Im schlimmsten Fall kann es zu einer Verschmorung oder gar zum Kabelbrand kommen, weil Kabel, Stecker oder Steckdose überhitzen.

Nur wenn die Leitung fachgerecht installiert wurde und den Anforderungen der E-Mobilität entspricht, kann an einer Haushaltssteckdose mit reduziertem Strom geladen werden. Es gibt also Beratungsbedarf, den die Stadtwerke Wülfrath auffangen wollen.

Sie bündeln alle erforderlichen Kompetenzen von der Lieferung der Wallbox über die Installation bis hin zur Unterstützung bei der Beantragung der Fördermittel bei
der KfW-Bank, heißt es in einer Mitteilung. Unter der Adresse https://sw.wuelfrath.de/emobilitaet/ steht im Internet ein Konfigurator zum Anfordern eines individuellen Angebots für eine private Ladestation bereit. „Unser Online-Konfigurator hilft dem Kunden bei der Auswahl des für ihn geeigneten Pakets“, sagt Heiko Schell, Geschäftsführer der Stadtwerke Wülfrath.

Das Gesamtpaket beinhalte die Lieferung der Wallbox, Installation und Einweisung sowie die Unterstützung bei der Fördermittel-Beantragung. Den dafür nötigen Ökostromtarif können die Kunden über die Stadtwerke-Tochter Neander-Energie beziehen. „Wir empfehlen vorab einen Installationscheck durch unsere Experten“, so Schell.

Bei der Umsetzung setzten die Stadtwerke auf Kooperationen mit lokalen Partnern. Die Handwerksbetriebe kommen aus Wülfrath oder aus den Nachbarorten, damit die Wertschöpfung in der Region bleibt und stets qualifizierte Ansprechpartner in der Nähe sind.

Die Stadtwerke werben mit ihrem Angebot auch um das Interesse von Bürgern, die noch kein Elektrofahrzeug haben, ihre Garage  aber schon für Elektromobilität vorbereiten wollen. Mit der KfW-Förderung wären in der Regel zirka 30 bis 40 Prozent der Gesamtkosten gedeckt, heißt es.

Das aktuelle Förderprogramm „Ladestationen für Elektroautos – Wohngebäude“ des Bundesverkehrsministeriums fördert den Einbau einer Ladeinfrastruktur mit 900 Euro je Ladepunkt. Die Anträge müssen bei der KfW eingereicht werden, wobei die Stadtwerke beim Ausfüllen helfen. Mit den Komplettpaket für Wallboxen soll der Klimaschutz in Wülfrath vorangetrieben werden.

„Wir bieten schon seit einigen Jahren klimaneutrales Erdgas inWülfrath an und auch die Stadtwerke selbst sind seit diesem Jahr als Unternehmen klimaneutral. Mit dem Ausbau privater Ladestationen können wir noch weiter dazu beitragen, dass Wülfrath grüner wird und einen Beitrag zur Energiewende leistet“, unterstreicht Geschäftsführer Schell.