Wülfrath Stadt macht Wülfraths Wasserwelt fit

Wülfrath · Die Sanierungs- und Wartungsarbeiten liegen im Kosten- und Zeitplan. Dienstag, 29. August, wird wieder geöffnet.

 Statt Wasser befindet sich ein Baugerüst im trockengelegten Schwimmbecken der Wasserwelt, die in den Sommerferien saniert und von Grund auf gereinigt wird. Sportamtsleiter Dietmar Ruda (v.l.), Betriebsleiter Gerd Höhndorf und Architekt Hans Löhr erläuterten das Arbeitspensum.

Statt Wasser befindet sich ein Baugerüst im trockengelegten Schwimmbecken der Wasserwelt, die in den Sommerferien saniert und von Grund auf gereinigt wird. Sportamtsleiter Dietmar Ruda (v.l.), Betriebsleiter Gerd Höhndorf und Architekt Hans Löhr erläuterten das Arbeitspensum.

Foto: Dietrich Janicki

In der Wülfrather Wasserwelt (WWW) ist der Endspurt eingeläutet. Allerdings nicht beim Eintauchen ins Adria-Blau im Sportbecken, sondern bei den umfänglichen Sanierungs- und Wartungsarbeiten, die zu Beginn der Sommerferien angelaufen sind. Vielerorts wird jetzt Hand angelegt. So steht im trockengelegten Becken unter dem Drei-Meter-Brett ein Gerüst. Abdeckungen liegen offen, um alles zu säubern. Ein Maler führt an der Glasfassade Silkonarbeiten aus. Neben Handwerkern ist ebenso das WWW-Team eingebunden. Die zerlegten Duscharmaturen werden beispielsweise entkalkt. "Die Kollegen streichen bei der Grundreinigung aber auch im Saunabereich", sagt Betriebsleiter Gerd Höhdorf.

Bei dem Gemeinschaftswerk sollen die Arbeiten im Wesentlichen bis Ende der Woche abgeschlossen sein. Dann kann das Sportbecken wieder mit Wasser befüllt werden. Allein das dauert zwei Tage. Anschließend werden drei weitere Tage benötigt, um die 600.000 Liter auf 28 Grad aufzuheizen. Ziel ist, am kommenden Dienstag, 29. August, wieder zu eröffnen. So wie es derzeit aussieht, ist das zu schaffen. "Wir liegen im Zeitrahmen", zieht Sportamtsleiter Dietmar Ruda eine Bilanz des sechswöchigen Arbeitspensums. Auch bei den Kosten hat es keine unliebsamen Überraschungen gegeben. "Wir sind im Rahmen der Finanzen", erklärt Ruda. Rund 160.000 Euro werden investiert.

 Das Team der Wasserwelt packt bei den Arbeiten mit an - hier Sabine Binder, Fachangestelle für Bäderbetriebe, in der neu gekachelten Dusche.

Das Team der Wasserwelt packt bei den Arbeiten mit an - hier Sabine Binder, Fachangestelle für Bäderbetriebe, in der neu gekachelten Dusche.

Foto: Janicki Dietrich

Drei Bereiche umfasst die Sanierung: die Pfosten-Riegel-Konstruktion der Glasfassade, den Drei-Meter-Sprungturm sowie die Wandfliesen in den Duschen. Bei der Gelegenheit sei dann gleich die jährliche Grundreinigung mit erledigt worden - "damit wir nicht noch einmal schließen müssen", erklärt Betriebsleiter Höhdorf. In den Weihnachtsferien bleibt das Wülfrather Hallenbad an der Goethestraße folglich geöffnet.

Handlungsbedarf bestand jedenfalls an den Stahlprofilen der Glasfassade, wie der beauftragte Kölner Architekt Hans Löhr erklärt. Dort hatte sich Rost gezeigt, beschleunigt durch die chlorhaltige Luft. Die Flächen wurden neu versiegelt. Die Spezialbeschichtung sei für Hallenbäder geeignet und zugelassen, schildert der Architekt. Derzeit laufen hier noch die Abschlussarbeiten. Gleichwohl müssen die Stahlprofile weiterhin im Auge behalten werden. Im Inneren strömt warmes Wasser, damit sich kein Tauwasser bildet. Rost ist deshalb auf Dauer nicht auszuschließen. "Man muss sich mittel- beziehungsweise langfristig Gedanken über die Überarbeitung der Konstruktion Gedanken machen", erklärt Architekt Löhr.

Der Drei-Meter-Turm hat bereits einen rutschfesten Belag bekommen. Jetzt müssen noch ein neues Geländer, diesmal seitlich angebracht, sowie eine neue Verkleidung montiert werden. Die Duschbereiche sind ebenfalls neu gefliest. Es ist bereits die dritte Schicht, die auf die alten, unansehnlichen Kacheln aufgetragen wurde.

(RP)
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