Spielplatz in Wülfrath

Neuer Spielplatz in Wülfrath: Neues Klettergerüst begeistert Kinder

Es war die Spielplatzinitiative, die das neue Spielgerät erst möglich gemacht hat. Sie hat die Hälfte der anfallenden Kosten von insgesamt 5000 Euro finanziert, die zweite Hälfte wurde von der Stadt Wülfrath übernommen.

Noch hängt ein großes, buntes Tuch über dem neuen Gerät und lässt nur erahnen, was sich darunter verbirgt. Die Kinder stört das nicht. Sie kriechen unter das Tuch und versuchen bereits, an der Seite des Gerätes hochzuklettern. Die Begeisterung ist groß bei den Kleinen. Und nicht nur bei ihnen, auch die Eltern und Großeltern freuen sich, dass der Spielplatz am Mautweg endlich wieder ein Spielplatz ist und nicht nur ein leerer Sandplatz. Denn so sah er über ein Jahr lang aus.

„Da stand ein Spielgerät, mit dem ich selbst schon als Kind gespielt habe“, erinnert sich Anna Woznicki, eine Anwohnerin, die inzwischen selbst kleine Kinder hat. Doch dann wurde festgestellt, dass die Sicherheit der Kinder nicht mehr gewährleistet ist. So musste das Spielgerät weichen. „Im Frühsommer letztes Jahr wurde es festgestellt und dann auch ganz schnell abgebaut“, erzählt Angela Sprink von der Abteilung Kinder- und Jugendförderung. Natürlich war die Enttäuschung der Kinder groß, als sie bei ihrem nächsten Spielplatzbesuch nur noch ein leeres Sandfeld vorfanden. Und auch den Erwachsenen fehlte etwas. „Hier hat sich eine nette Gruppe gebildet“, erzählt Anna Woznicki und Jana Kroh, ebenfalls eine Anwohnerin, fügt hinzu: „Hier ist ein Treffpunkt für die Mütter und auch die Omas können sich untereinander austauschen.“ Schnell hatten sich einige Anwohner zusammengetan, um für ein neues Spielgerät zu kämpfen. „Der erste Besuch im Jugendhilfeausschuss war schon hart“, erinnert sich Anna Woznicki zurück. Natürlich wurde das Anliegen erst einmal kritisch betrachtet, zumal die Stadt Wülfrath ja ein Spielplatzflächenkonzept entwickelt hat. Trotzdem wurde erreicht, dass die Sache geprüft wurde. Eine Unterschriftenaktion unterstützte den Wunsch der Anwohner zusätzlich.

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Es war die Spielplatzinitiative, die das neue Spielgerät erst möglich gemacht hat. Sie hat die Hälfte der anfallenden Kosten von insgesamt 5.000 Euro finanziert, die zweite Hälfte wurde von der Stadt Wülfrath übernommen. Im April kam das „Okay“ für das neue Spielgerät. „Dann kam die öffentliche Ausschreibung, das sind Prozesse, die ihre Zeit brauchen“, erzählt Dezernentin Michaele Berster, die das neue Spielgerät gemeinsam mit Karin Schlüter von der Spielplatzinitiative, einigen Müttern und vielen Kindern am Freitag feierlich enthüllte. Vor allem die kleinen Packungen mit Popcorn, die auf dem Gerät versteckt waren, sorgten für rege Begeisterung bei den Kindern, die das Kletterhäuschen sofort in Beschlag nahmen. Auch bei der Auswahl des Spielgerätes wurden die Eltern mit einbezogen. „Die Stadt hat die Eltern eingeladen“, erzählt Anna Woznicki. Vier verschiedene Geräte standen zur Wahl. Annas Votum fiel auf das Kletterhäuschen mit Rutsche und Leiter. „Das hat so viele Funktionen“, sagt sie, „es ist für die ganz Kleinen geeignet, aber auch für die größeren Kinder.“ Es kann geklettert, gerutscht und Kaufladen gespielt werden. Außerdem spendet es im Sommer Schatten. Auch die Installation brauchte Zeit, denn zuerst musste der Sand ausgehoben werden. „Wir haben dann entschieden, neuen Sand zu verwenden“, erzählt Angela Sprink.

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