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„Riff“ rockt – und den Applaus gibt’s per Lichthupe

Autokonzert in Wülfrath : „Riff“ rockt – und den Applaus gibt’s per Lichthupe

Bis zum 10. September laufen noch die „Autokonzerte“. In dieser Reihe spielte jetzt die Band „Riff“ in der Kulturkathedrale Schlupkothen.

Dicht an dicht stehen die Autos in drei Reihen vor der Bühne auf dem Außengelände der Kathedrale am Schlupkothen. 21 Fahrzeuge sind es an diesem Sonntag, 25 passen maximal auf den Platz. Auf der Bühne rocken die Musiker der Band „Riff“ ihre Coversongs.

Die Stimmung ist gut. Applaudiert wird durch ein Lichthupensignal. Das ist das Zeichen für den Tontechniker der Firma Donner Tontechnik, den Applaus einzuspielen. „Die Idee haben wir uns von den amerikanischen Sitcoms abgeschaut“, scherzt Mitveranstalterin Sabine Harbarth. Eine gute Idee, da die Konzerte im 42489.FM-Kulturradio Wülfrath (UKW 98,3) übertragen werden und Zuhörer Lichthupen im Radio nicht sehen können.

„Es ist auch schöner für die Musiker, wenn es Applaus gibt“, findet Thomas Rößler. Der Initiator des Experiments Autokonzerte wollte zusammen mit Sabine Harbarth und Matthias Donner von Donner Tontechnik sowie Bernd Kiczinski vom Kommunikationscenter Schlupkothen lokalen Bands die Möglichkeit geben, „trotz der Corona-Situation auftreten zu können. Musiker haben ja wenig Möglichkeiten dazu momentan. Für viele ist das ihr einziger Auftritt für den Rest des Jahres“.

Die vier Veranstalter sind zufrieden mit dem bisherigen Ergebnis. „Es sind eigentlich immer über 20 Fahrzeuge, die kommen“, sagt Rößler mit Blick auf die Vorverkaufszahlen. Eine Ausnahme seien die Blues-Bands. „Blues-Hörer scheinen andere Räumlichkeiten als ein Auto für ihr Musik-Erlebnis zu bevorzugen“, vermutet der 62-Jährige.

Die Eintrittskarten für die Konzerte kosten ab 19 Euro. Das ist der Preis pro Auto mit zwei Personen. Jeder weitere Zuhörer muss noch einmal fünf Euro zahlen. Alle Einnahmen bekommen die Musiker und Techniker. Die Bands konnten sich bei den Veranstaltern melden, wenn sie bei den Autokonzerten dabei sein wollten. Die Auswahl war einfach: „Außer rechten Müll darf hier jeder dabei sein“, sagt Sabine Harbarth.

Das nächste Konzert spielt die Band „Uncle Remus“ am 13. August. Das Abschlusskonzert gibt „Optical Desaster“ am 10. September. Einlass ist jeweils ab 19 Uhr, spätestens um 22 Uhr ist Schluss. „Bei der Hitze momentan müssen die Zuhörer auch nicht im Auto sitzen bleiben“, sagt Thomas Rößler. „So lange die gängigen Corona-Maßnahmen wie Abstand halten und Maske tragen eingehalten werden.“ So funktioniert das „Experiment“ Autokonzerte in Wülfrath: Wer dabei sein will, hat noch bis zum 10. September die Möglichkeit dazu. Infos im Internet unter http://42489.fm/.