1. NRW
  2. Städte
  3. Wülfrath

Wülfrath: Primanertag macht Lust auf die Berufswelt

Wülfrath : Primanertag macht Lust auf die Berufswelt

Am Gymnasium wurden diesmal 30 Berufe vorgestellt. Schüler waren interessiert. Es entwickelten sich gute Gespräche.

Polizeihauptkommissar Marten Harms wundert sich beim Primanertag im Gymnasium Wülfrath: "Eine komplette Mädchenrunde hatte ich auch noch nie zum Informationsgespräch." Eine weitere Überraschung erlebt der Öffentlichkeitsarbeiter der Kreispolizei gleich darauf, denn Anna Karsten gesellt sich noch dazu. Sie war vor zwei Jahren durch den Primanertag auf die Idee gekommen, zur Polizei zu gehen. Marten Harms unterstützte sie, vermittelte ihr ein Praktikum, und jetzt hat sie den Eingangstest mit einer tollen Punktzahl bestanden.

"Nach dem Abitur im kommenden Jahr geht es los. Ich freue mich schon darauf. Marten Harms hat mich super unterstützt. Jetzt eben habe ich ihm erzählt, dass ich es geschafft habe", erzählt Anna Karsten gut gelaunt. Sie ist ein gutes Beispiel für den Erfolg der Primanertage, die alle zwei Jahre am Gymnasium durchgeführt werden.

Das kann auch Mirjam Tominac, die in Wülfrath die Veranstaltung betreut, bestätigen: "Die Teilnahme an den Informationsrunden ist ja freiwillig. Also treffen die Referenten auf interessierte Schüler und es entwickeln sich automatisch gute Gespräche."

30 Berufe werden diesmal vorgestellt, von der Polizei über den Ingenieur, Lebensmitteltechniker, Redakteur oder Lehrer bis hin zum Chirurgen Dr. med. Richard Klatt, der am Marienkrankenhaus in Ratingen operiert: "Die Schüler sind sehr aufgeschlossen und wissbegierig. Es hat Spaß gemacht, und ich hoffe, ich konnte einige für meinen Beruf begeistern."

Für seine Teilnahme bekommt er wie alle noch einen kleinen Zitronenkuchen, den Mirjam Tominac selbst gebacken hat, als kleines Dankeschön. Die Lehrerin für Englisch und Spanisch hat schon weitere Pläne: "Vielleicht sollten wir den Primanertag auch für andere Schulen öffnen oder für Ehemalige, die noch nichts passendes gefunden haben."

Aber das sind zunächst noch vage Ideen. Jetzt freut sie sich erst einmal, das alles so gut geklapp hat. "Ich bin ja erst in diesem Jahr eingestiegen. Das ganze Team hat seit dem Frühjahr schon dran gearbeitet, und ich denke, alle hatten Spaß: wir, die Referenten und natürlich die Schüler."

(dj)