Wülfrath: Polizeiorchester begeistert mit Filmmusik

Wülfrath : Polizeiorchester begeistert mit Filmmusik

Der Erlös des Konzerts, das vom Lionsclub Mettmann-Wülfrath ausgerichtet wurde, ist für den VDK und für bedürftige Menschen in der Region bestimmt.

Bereits zum 11. Mal gastierte das Landespolizeiorchester NRW (LPO) im Paul-Ludowigs-Haus. Das Konzert hat sich in den Jahren zu einer erfolgreichen Benefiz-Veranstaltung entwickelt, die fest im Kalender der Wülfrather und Mettmanner steht, weil auch einiges geboten wird.

Immerhin wird das LPO als eines der führenden Blasorchester in Deutschland angesehen. Seit 2005 wird es von dem Amerikaner Scott Lawton geleitet, der sich mit zahlreichen Engagements in ganz Europa und als Dirigent des Deutschen Filmorchesters Babelsberg einen Namen gemacht hat.

"Ich freue mich sehr, sehr herzlich, dass Sie alle gekommen sind", begrüßte Bürgermeisterin Claudia Panke die Gäste. Es waren zwar nicht ganz so viele wie sonst - einige Plätze blieben leer - doch sie boten eine immer noch würdige Kulisse für das prominente Orchester. Die Bürgermeisterin betonte, wie wichtig die Arbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK) sei, an die traditionell die Hälfte der Erlöse des Benefizkonzertes geht. Initiiert wurde die Verbindung zum LPO vom Lions Club Mettmann-Wülfrath, der sich wie alle Lions Clubs dem Dienst am Menschen und an der Gesellschaft verschrieben hat. Lions-Präsident Christoph Zacharias dankte Scott Lawton und dem LPO, dass sie auch in diesem Jahr wieder kostenfrei für den guten Zweck spielten. Zugleich betonte er die Bedeutung der Polizei als Garantin der freiheitlich-demokratischen Grundordnung.

Musik gab es übrigens auch noch. Das LPO begann mit "El Condor pasa", bevor sich Scott Lawton an das Publikum wandte und mit einem Augenzwinkern erklärte, man wolle sich anstrengen, um einen musikalisch unterhaltsamen Abend zu bieten. In diesem Jahr wirkte erstmals Kriminalhauptkommissar Oliver Schmitt als Solosänger mit, der bei "What a wonderful World" sogleich mit seiner klanggewaltigen Bariton-Stimme beeindruckte. Mit ausdruckstarker Mimik und Gestik machte Schmitt deutlich, dass er sich auf der Bühne zuhause fühlt. Ein weiteres Highlight war sicher "Under the Sea" aus dem Disney-Film "Arielle die kleine Meerjungfrau", das mit seiner fröhlichen, eingängigen Melodie für gute Laune sorgte. Nach der Pause scherzte Scott Lawton weiter: "Wir drücken unseren Dank aus, dass Sie so zahlreich geblieben sind". Es folgten "Rhapsody in blue" von George Gershwin und "Anitra's Dance" aus der Peer-Gynt-Suite von Edvard Grieg, von dem Lawton sagte, er, Grieg, habe einige "Ohrwürmer" erschaffen. "Das einzig schlechte an dem Stück: Es ist viel zu kurz". Dann war die "Fastenzeit" zu Ende und Oliver Schmitt konnte zu der gewaltig-melodramatischen Hymne "One Moment in Time" sein ganzes Können zeigen. Das Publikum dankte es ihm mit dem bis dahin stürmischsten Jubel-Applaus. Es wäre also ein guter Schlusspunkt gewesen, doch es ging noch lange weiter, unter anderem mit Elton Johns vielgelobter Hymne "Circle of Life" aus dem Disney-Film "König der Löwen". Man hatte den Eindruck, Elton John wäre auf der Bühne gewesen. Ohne Zugabe entließ das Publikum das Landespolizeiorchester nicht. Eine toller Abend ging mit dem Marsch "pomp and circumstance" zu Ende.

(tpp)
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