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Offenes Atelier der Diakonie nimmt Kurs aufs Jubiläum

Kultur in Wülfrath : Offenes Atelier der Diakonie nimmt Kurs aufs Jubiläum

In seinem doppelten Jubiläumsjahr stellt die Einrichtung die Menschen in den Vordergrund, die sich in schöpferische Prozesse mit ungewissem Ausgang stürzen – vorerst aber nur virtuell. So geht zum Beispiel die neue Galerieseite des Ateliers an den Start.

(RP) Aus Anlass seines 25. Geburtstags möchte das Offene Atelier der Bergischen Diakonie seine Besucher feiern – denn was wäre die Einrichtung ohne die Menschen, die sich seit einem Vierteljahrhundert in Kursen und Kunstprojekten engagieren. Ohne diejenigen, die seit fünf Jahren den Freundeskreis Ateliers der Bergischen Diakonie (FAB) bilden?

In seinem doppelten Jubiläumsjahr – ebenfalls gefeiert werden soll der 5. Geburtstag des Freundeskreises – stellt das Atelier daher die Menschen in den Vordergrund, die sich in schöpferische Prozesse mit ungewissem Ausgang stürzen. Und dies, seit im Frühjahr 1996 der erste Bildhauerkursus im Offenen Atelier an den Start ging. „In diesem Jahr fällt der Kursus zum ersten Mal in der Geschichte des Ateliers aus, zum großen Bedauern der oft langjähriger Teilnehmer. Wie auch andere inklusive Angebote derzeit Pandemie-bedingt ruhen müssen“, sagt Diakonie-Sprecherin Renate Zanjani. Das Jubiläumsjahr sei dennoch randvoll mit kreativen Ideen, die sich auch in diesen Zeiten realisieren ließen: Ein Kunstprojekt, Ausstellungen, ein Film und Umbaumaßnahmen für mehr Barrierefreiheit. Und vielleicht könne am Ende des Jahres ja tatsächlich wieder leibhaftig miteinander gefeiert werden. Bis dahin finde eben vieles nur virtuell statt. Rechtzeitig zum Jubiläumsjahr geht  zum Beispiel die neue Galerieseite des Ateliers an den Start. Details dazu will die Diakonie kommende Woche vorstellen. Aus der Taufe gehoben wurde es vor 25 Jahren, als über Inklusion noch gar nicht gesprochen wurde. „Wir haben festgestellt, dass die integrativen Angebote bei der Volkshochschule für unsere Bewohner eine zu hohe Schwelle hatten“, sagt Manuel Rohde, der gemeinsam mit Sunci Matijanic das „Offene Atelier“ der Bergischen Diakonie in Wülfrath leitet. Die Idee kam auf, niederschwellige Angebote anzubieten: „Angebote, die hier stattfinden und diese dann für außen öffnen.“ Diese Idee wurde umgesetzt und erwies sich als gut, denn noch heute sind die Kurse des „Offenen Ateliers“ nicht nur bei den Bewohnern, sondern auch bei den Wülfrather Bürgern sehr gefragt. Eine wesentliche Säule war und ist das Steinbildhauen. Der Fokus liegt auf dem individuellen Ausdruck und nicht auf der Technik. Dass das eine das andere nicht ausschließt, zeigen die oft beeindruckenden Ergebnisse aus den einzelnen Kursen. Eine große Besonderheit des „Offenen Ateliers“ ist das Arbeiten mit Metall. So gibt es gleich mehrere Workshops „Schmieden und Schweißen“, in denen die altehrwürdige Kunst des Schmiedens mit dem modernen Verfahren des Schweißens kombiniert wird. Egal ob Schrott oder Rohmetall – in diesen  bei den Wülfrathern Workshops wird alles zur Kunst.

Kontakt: www.bergische-diakonie.de/sozialtherapeutische-hilfe/begleitende-fachdienste/offenes-atelier