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Neues Corona-Beprobungsmobil ist jetzt von Wülfrath aus im Nordkreis Mettman im Einsatz

Wülfrath : Corona-Beprobungsmobil im Einsatz

An sieben Tage die Woche werden damit Proben für Corona-Tests entnommen. Von Wülfrath aus wird der gesamte Nordkreis angefahren. Bereits mehr als 2000 Proben wurden entnommen.

Seit August ist das Deutsche Rote Kreuz Wülfrath mit zwei Beprobungsmobilen sieben Tage die Woche im Einsatz, um vor Ort Proben für Corona-Tests zu entnehmen. Von Wülfrath aus wird der gesamte Nordkreis angefahren. Bereits mehr als 2000 Proben wurden entnommen.

Seit dem Sommer haben sich die Fallzahlen mehr als verzwanzigfacht – und damit auch die Anfrage für Probeentnahmen. Daher hat das DRK-Team den mobilen Entnahmedienst nun um ein drittes Fahrzeug erweitert. Neben einem Vito und einem Transit ist ab sofort auch ein zusätzlich angeschaffter PKW im Einsatz. „So sind in Spitzenzeiten drei Fahrzeuge unterwegs“, erklärt Sebastian Dahms, Vorsitzender des DRK Wülfrath. Auftraggeber für die Corona-Probeentnahmen ist das Kreisgesundheitsamt. „So ist es möglich, die Fälle, die beim Arzt anrufen, weil sie schweres Fieber haben, nicht erst zum Arzt gehen zu lassen“, sagt Dahms. Es sind die Patienten, die nicht mehr in die Arztpraxen dürfen oder jene, die nicht mehr mobil genug sind, um zum „Drive-In“ zu fahren, zu ihnen kommt das DRK mit dem Beprobungsmobil.

„Ein Fahrzeug schafft ungefähr 30 Probeentnahmen pro Tag“, berichtet Wachleiter Thomas Dahmen. Neben den Probeentnahmen in privaten Haushalten kümmert sich das mobile Entnahmeteam auch um Reihentestungen in Kitas, Betrieben oder Senioreneinrichtungen. Die Besatzung der Fahrzeuge besteht aus Haupt- und Ehrenamtlichen.„Die, die sich melden, melden sich freiwillig“, betont Sebastian Dahms, „trotz des risikobehafteten Dienstes.“ Zwar sind die Beprobungsmobile mit Schutzbekleidung und Desinfektionsmitteln ausgestattet, aber ganz risikofrei ist der Einsatz nicht. Die Proben werden mit Stäbchen durchgeführt, die in Rachen und Nasenlöcher eingeführt werden müssen.

„Das kann schon mal zu einem Brechreiz führen“, weiß Thomas Dahmen. Um Kindern die Angst zu nehmen, haben die Einsatzkräfte ein Stofftier zur Hand, das die Entnahme für alle Beteiligten entspannter gestalten soll. Die Proben werden vom DRK entweder an der zentralen Sammelstelle abgegeben oder direkt nach Düsseldorf ins Labor gefahren.

Das Ergebnis liegt frühestens nach 24 Stunden vor und wird dann auf die App des Kreisgesundheitsamtes eingestellt, so dass die Getesteten sowie das Kreisgesundheitsamt es einsehen können. Für die Patienten ist der Test kostenlos. „Die Kosten trägt der Kreis“, sagt Dahmen. Bürgermeister Rainer Ritsche dankte dem DRK-Team für seine wichtige Arbeit. „Wir sind froh, das DRK an der Seite zu haben“, betont er, „besonders in solchen Krisen.“ Es sei wichtig, Ehrenamt vor Ort zu haben. „Wir tun als Stadt das Möglichste, um das Ehrenamt zu unterstützen.“