Neue Broschüren für kleine Verkehrsteilnehmer in Wülfrath

Ein Beitrag zur Verkehrserziehung : Mehr Selbstvertrauen auf dem Schulweg

Eine neue Kampagne der Kreisverkehrswacht  soll zukünftige Erstklässler noch intensiver auf den Straßenverkehr vorbereiten.

Stolz betrachtet Lenn seinen neuen kleinen grauen Eulenanhänger mit den reflektierenden runden Augen. „Wenn man da mit der Taschenlampe drauf leuchtet, dann leuchtet die Eule auch ganz doll“, weiß der  Sechsjährige schon, „die kommt an meinen neuen Toni, dann sieht man mich draußen besser.“ Lenn ist eins von über 20 Vorschulkindern in der evangelischen Kita „Düsseler Tor“ und  heute ist ein ganz besonderer Tag.

  Zum allerersten Mal stellt die Kreisverkehrswacht neues Info- und Schulungsmaterial vor, dass an alle etwa 4000 künftigen Erstklässler im Kreis Mettmann nun zeitnah ausgeteilt werden soll: Ein Din A4 großes buntes, kindgerechtes Schulwegheft zum Ausmalen, Ankreuzen, Ausschneiden und ein Inforatgeber für Eltern, dazu der kleine reflektierende Eulenanhänger. „Ich bin begeistert von den Broschüren“, schwärmt Landrat Thomas Hendele bei der offiziellen Übergabe des Infomaterials, „es macht den Kindern Spaß und leistet einen großen Beitrag zur Unfallprävention. Und es macht den Eltern auch nochmal deutlich, dass Kinder unbedingt zu Fuß ihre Wege üben und nicht immer mit dem Auto gefahren werden sollten.“

Entwickelt wurde die Kampagne von der Kreisverkehrswacht Mettmann und dem Verkehrswacht-Verlag, die Unfallkasse NRW und die Firma Lhoist konnten als Kooperations- und Finanzierungspartner gewonnen werden. „Bei uns auf den Werksgeländen muss auch intensiv auf die Sicherheit geachtet werden, es  fahren viele riesige, große LKW und andere Transporter hindurch und es ist das erste was unsere Auszubildenden lernen“  erklärt Lhoist-Werksleiter Thomas Perterer den  großen und kleinen Menschen, „das Thema Sicherheit ist als auch für uns ein Großes, daher unterstützen wir diese Kampagne sehr gerne.“

Maja blättert während der vielen Ansprachen bereits in ihrem neuen Heft, zeichnet mit Finger Wege nach, die sie zuhause mit dem Buntstift nachmalen soll. Und auch Lenn betrachtet aufmerksam die bunten Bilder. „Ich weiß eigentlich schon alles, meine Mama und mein Papa haben mir alles genau erklärt, lässt der aufgeweckte Junge die anderen wissen, „zum Beispiel, ich darf nicht bei Rot gehen und ich muss erst immer nach links und rechts und links gucken, bevor ich über die Straße gehe.“

Verkehrserziehung wird im Kreis Mettmann schon immer groß geschrieben, zehn Mitarbeiter der Verkehrspräventionsstelle der Polizei schulen die Kindergartenkinder kurz vor ihrem Eintritt ins Schulleben. In Wülfrath ist das seit Jahren Polizeihauptkommissar Gregor Giegeling. „Die Zusammenarbeit mit Herrn Giegeling und der Polizei ist jedes Jahr einfach fantastisch“, schwärmt die Leiterin der Kita „Düsseler Tor“, Ulrike Holst. „Die Verkehrserziehung ist ein ganz wesentlicher Bestandteil unsere Arbeit mit den Kindern, aber genauso wichtig ist es, auch die Eltern im Boot zu haben, damit wir gemeinsam die sensomotorischen Fähigkeiten der Kleinen unterstützen und erweitern können.“ 

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