Wülfrath: Mobile Tagesmutter ist bald im Einsatz

Wülfrath : Mobile Tagesmutter ist bald im Einsatz

Wenn Tagesmütter kurzfristig ausfallen, übernimmt in Zukunft eine "Springerin" die Betreuung der Kinder.

Da die Plätze in den Wülfrather Kindertageseinrichtungen nicht für alle Kleinen ausreichen, übernehmen Tagesmütter die Aufgaben. Sechs sind derzeit in der Kalkstadt aktiv. Wenn sie jedoch durch Krankheit verhindert sind, gab es bisher ein drängendes Problem, die Kinder zu versorgen. Die bisherigen Ersatzregelungen griffen nur schwer. Das soll bald anders werden. Die Stadt wird die Stelle für eine mobile Tagespflegekraft einrichten, die solche Engpässe überbrückt. Der Jugendhilfeausschuss stimmte einstimmig dafür, der Rat wird das Projekt Ende November endgültig auf den Weg bringen.

Gudula Kohn freut sich über die neue Einsatzkraft. Foto: dj

Derzeit stehen rund 650 Plätze für Kinder im Alter von fünf Monaten bis sechs Jahre in zehn Tageseinrichtungen für Kinder, in der Kindertagespflege sowie einer privaten Einrichtung zur Verfügung. Der Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz ist durch diese Versorgungslage sichergestellt, heißt es bei der Verwaltung.

Die zudem in Wülfrath tätigen sechs Tagesmütter betreuen vor allem Kinder unter zwei Jahre, sagte Gudula Kohn vom Jugendamt im Jugendhilfeausschuss. Dies ist arbeitsintensiv und wenn eine Tagesmutter ausfällt, muss schnell eine Ersatzkraft her. Das sei mit der neuen mobilen Tagespflegekraft sichergestellt, sagte Kohn. Da es in den Kitas nur zwölf Plätze für die Altersgruppe gebe, jährlich aber etwa 150 Kinder in Wülfrath geboren werden, steigt der Bedarf an Betreuung für diese Altersstufe. "Wir brauchen insgesamt noch mehr Tagesmütter", appellierte Kohn. Deshalb werbe das Jugendamt bereits intensiv, zum Beispiel auf Flohmärkten oder in Wülfrather Familien. Die Qualität sei dabei sichergestellt. In einem 60-Stundenkursus werden Frauen geschult. Die persönliche Eignung, die Wohnung, in der die Kinder betreut werden und auch die kindgerechte Unterbringung werde genau geprüft, sagte Kohn. Nur so gebe es eine Pflegeerlaubnis.

Die braucht auch die mobile Tagespflegekraft, die in Zukunft die ausgefallenen Kräfte vertritt. Damit die Frauen die Kinder im Fall der Fälle nicht erstmals sehen und den Kleinen völlig unbekannt sind, wird sich diese Mitarbeiterin immer wieder bei allen Tagesmüttern und deren Kindern vorstellen. So kennen die Kinder die Frauen bereits.

(RP)