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Lauschen und singen mit Dr. Mojo

Wülfrath : Dr. Mojo bittet zum „Lauschen und Singen“

Der Remscheider Musiker ließ seine Gäste aus 60 Stücken wählen. Und Theaterkarten gab’s auch noch zu gewinnen.

Das „Kommunikations-Center“ auf dem Betriebsgelände der Tischlerei Kicinski ist eine der ersten Adressen für Kultur in Wülfrath. In den letzten Jahren hat es sich zu einem Geheimtipp auch für überregional bekannte Künstler entwickelt. Das „KULTurteam Schlupkothen“ kümmert sich mit Herzblut um Auftretende und Gäste, und die Atmosphäre in der „Kathedrale“ tut ihr Übriges dazu, dass viele Künstler gerne wiederkommen. In dieser Saison stehen neben vielen Stammgästen auch Auftritte von sechs „Schlupkothen-Neulingen“ auf dem Programm. Einer, der seit Jahren fest zum Kulturkalender gehört, ist Klaus Stachuletz alias „Dr. Mojo“. Er war jetzt erneut im „Kommunikations-Center“ zu Gast.

„Ich freue mich immer, wenn‘s voll ist. Und das bei dem Wetter“, begrüßte Bernd Kicinski das Publikum. „Meine Frau und ich waren vor zwei Tagen im ‚Zaubertheater Wiepen‘ in Wuppertal und sind ganz begeistert“, erzählt der Gastgeber. „Und weil wir alle kleinen Theater unterstützen, gibt es für Sie heute zwei Karten zu gewinnen“. Dann gab Dr. Mojo gleich seinen Einstand mit „Hold my Girl“, bevor er den Ablauf des Abends erklärte.

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60 Lieder hatte er mitgebracht, aus denen die Zuhörer ihre Favoriten wählen sollten. Das ging ganz flott per Zuruf und kurzer Notiz. „Immer wieder werde ich gefragt, warum ich so wenige deutsche Titel spiele“, erzählt Stachuletz. Nun, die meisten Oldies im Blues- und Rock’n’Roll-Bereich seien nun einmal in englischer Sprache; aber er wolle den Wünschen gerne Rechnung tragen. Daher gab es ein weiteres „Brainstorming“, bei dem Stachuletz Vorschläge für deutschsprachige Lieder sammelte.

Zunächst waren die Ideen eher scherzhaft, wie „Hoch auf dem gelben Wagen“ oder „Pack die Badehose ein“. Doch dann fielen den Gästen immer mehr Lieder ein, wie „Vogel der Nacht“, „Über sieben Brücken“, oder eigentlich alles von Udo Jürgens.

Stachuletz notierte sich jeden einzelnen Titel, auch „Tage wie diese“ von den Toten Hosen und „Nur ein Wort“ von „Wir sind Helden“. Dr. Mojo bat um Geduld: „Man braucht etwa drei bis vier Stunden, um ein neues Stück auftrittsreif einzustudieren“. Auch würden sich nicht alle Lieder für ein Arrangement für Gitarre und Bluesharp eignen, daher sei mit einem deutsch-lastigen Konzert nicht vor nächstem Jahr zu rechnen.

Das eigentliche Konzert lief tatsächlich in alphabetischer Reihenfolge der Titel ab und stand unter dem Motto „Lauschen und singen“. Dr. Mojo überzeugte als Ein-Mann-Orchester und spielte die Klassiker wie „Black Magic Woman“, „Father and Son“ oder die deutsche Version von „Sixteen Tons“ kongenial zu den Originalen.

Die Textmappe ist übrigens kostenlos als PDF-Datei erhältlich. Stachuletz empfiehlt sie als Geschenk für Freunde und Bekannte, die gerne mal wieder Gitarre spielen würden, denn die Akkorde sind ebenfalls enthalten. Eine Mail an drmojo@drmojo.de genügt.