Förderung der kulturellen Bildung Kommt der Kulturrucksack nach Wülfrath?

Wülfrath · Die Stadt bemüht sich erstmals um Fördermittel aus dem Landesprogramm, um Kindern und Jugendlichen mehr Angebote bieten zu können.

 Durch den Kulturrucksack können unterschiedliche, kulturelle Projekte für Kinder und Jugendliche umgesetzt werden.

Durch den Kulturrucksack können unterschiedliche, kulturelle Projekte für Kinder und Jugendliche umgesetzt werden.

Foto: dpa/Uli Deck

Es wäre eine Premiere, wenn es klappt: Zum ersten Mal bewirbt sich die Stadt um Fördermittel aus dem Landesprogramm „Kulturrucksack NRW“.

Das Programm gibt es seit dem Jahr 2011. Ziel ist, dass 10- bis 14-jährige Kinder und Jugendliche im Rahmen der kulturellen Bildung Angebote im außerschulischen Rahmen wahrnehmen und so nachhaltig für Kultur begeistert werden. „Es wird in Verantwortung des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft umgesetzt und vom Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration begleitet und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung der kulturellen Bildung in NRW“, heißt es dazu in der Ausschreibung für den Kulturrucksack 2024.

Rund 2000 Projekte werden dadurch jährlich umgesetzt. Aktuell sind 266 Kommunen daran beteiligt, die sich teilweise in Verbünden und Kreisen an insgesamt 80 Standorten organisieren. Und Wülfrath möchte nun Teil davon werden.

Dazu muss die Verwaltung auch auf interkommunale Partner hoffen, wie Kultur- und Jugenddezernentin Michaele Berster im Haupt- und Finanzausschuss auf Nachfrage von Wolfgang Riedel betonte. Denn in der Kalkstadt leben „nur“ 968 Kinder und Jugendlichen im Alter von 10 bis 14 Jahren. Laut Förderrichtlinie sind aber 3000 Kinder und Jugendliche nötig, um für eine Förderung in Betracht zu kommen. Die nötige Anzahl soll also durch Kooperationen erfolgen.

Sollte die Förderung klappen, würde die Stadt einen großen Punkt im Kulturentwicklungsplan Rechnung tragen. Denn dort wurde festgehalten, dass es Aufholbedarf an mehr Kulturangeboten für die Jüngsten gibt.

Pro Kind gibt es beim Kulturrucksack 6 Euro. Das macht bei der Anzahl der infrage kommenden Kinder und Jugendlichen 5808 Euro, die dann zur Finanzierung von Projekten zur kulturellen Bildung genutzt werden können. Im ersten Jahr muss die Stadt einen 20-prozentigen Eigenanteil leisten, also 1161 Euro. Dieser könne durch die Bereitstellung von Arbeitsstunden des Kulturbüros und die Bereitstellung von Räumlichkeiten kompensiert werden und sei damit budgetneutral für den städtischen Haushalt, heißt es im Beschluss, den das Gremium einstimmig absegnete.

(am)