Knorr Bremse: Betriebsrat will kämpfen

Wülfrath : Knorr Bremse: Betriebsrat will kämpfen

Die IG Metall wirft dem Vorstand des Unternehmens vor, die Belegschaft „mit falschen Versprechen getäuscht“ zu haben.

(arue) Die Betriebsräte des von Schließung bedrohten Werks des Automobilzulieferers Knorr Bremse in Wülfrath fordern, dass die gebuchten Aufträge, die zum Teil bis 2026 laufen, in Deutschland und nicht in Asien bearbeitet werden. Zudem ist sich der Vorsitzende Ahmet Yildiz sicher, „dass die enge Zusammenarbeit zwischen dem Fertigungs- und Entwicklungswerk in Wülfrath innovative und konkurrenzfähige Produkte“ hervorbringe. Man wolle daher um den Erhalt des Werks kämpfen, teilt die IG Metall mit. Knorr Bremse hat angekündigt, das Werk bis 2020 schließen zu wollen.

In einer Pressemitteilung von Mittwochnachmittag (29.5.) macht Hakan Civelek, Erster Bevollmächtigter der IG Metall, dem Vorstand von Knorr-Bremse Vorwürfe. Er wolle den Produktionsstandort schließen „und hat die Belegschaft mit falschen Versprechen getäuscht“, schreibt Civelek. Der Standort solle geschlossen werden, „obwohl das Unternehmen schwarze Zahlen schreibt“.

Civelek weiter: „Die Konzernverantwortlichen haben nie beabsichtigt, wirklich in den Wülfrather Standort zu investieren. Vielmehr haben sie sich durch die Übernahme 2016 einen Marktzugang für Automobil-Lenksysteme erkauft, um mit dem Know-how aus Wülfrath künftig in Asien noch profitabler produzieren zu können“. Knorr-Bremse habe im vergangenen Jahr „satte Gewinne erwirtschaftet. Es ist ein Skandal, dass der Konzern ein profitables Unternehmen schließen möchte. Über 350 Beschäftigte stehen vor dem sozialen Aus.“ Das sein „reiner Raubtierkapitalismus“.

(arue)
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