Wülfrath: Kita-Gebühren werden zum Wahlkampfthema

Wülfrath : Kita-Gebühren werden zum Wahlkampfthema

Sozialdemokraten und Liberale machen die neuen Kita-Gebühren zum Wahlkampfthema. So lehnt Kerstin Griese (SPD) die in Wülfrath neu erhobenen Kita-Beiträge für Geschwisterkinder ab. "Das konterkariert vieles, was wir in den letzten Jahren erreicht haben", betont die Bundestagsabgeordnete mit Blick auf die Bundespolitik. "Die SPD hat dafür gesorgt, dass das letzte Kindergartenjahr beitragsfrei ist. Das soll auf den gesamten Kita-Besuch ausgeweitet werden", weist Griese auf ein Wahlversprechen von Martin Schulz hin.

Wenn die Wülfrather Liberalen am kommenden Samstag wieder ihren Infostand in der Fußgängerzone einrichten, wird auch über die Kita-Gebührensatzung in der Kalkstadt diskutiert. Aufgrund einer "äußerst familienunfreundlichen Kostenregelung bei Geschwistern müsse diese schnellstmöglich wieder aufgehoben werden", betont Jürgen Merrath, stellvertretender Vorsitzender der Liberalen.

Er verweist auf die im Juli im Stadtrat mehrheitlich mit den Stimmen der WG und der CDU beschlossenen neuen Gebührenordnung. Die FDP habe sich dagegen ausgesprochen, weil sie mit den darin einhergehenden Gebührenerhöhungen ein falsches Signal für die Stadt sah. "Eine Konsolidierung des Haushalts zu Lasten eines familienfreundlicheren Wülfrath lehnten wir bewusst ab", betont Merrath.

Die Wülfrather FDP wird die zu erwartenden Mehreinnahmen für die Kalkstadt aus dem Kita-Rettungspaket zum Anlass nehmen, die neue Kita-Gebührenordnung schnellstmöglich wieder aufheben zu lassen und hofft diesmal auch von der WG und der CDU unterstützt zu werden.

(RP)