In Wülfrath startet bald ein Wohnungsbau-Großprojekt.

Wülfrath: Wülfrath stärkt den Wohnungsbau

Die GWG wird künftig wieder von einem Allein-Geschäftsführer geleitet. Kooperation mit Velbert wird nicht fortgesetzt.

Seit fünf Jahren besteht die Kooperation zwischen den Wohnungsbaugesellschaften WOBAU Velbert und GWG Wülfrath. Am 30. November nächsten Jahres läuft die entsprechende Vereinbarung aus und wird nicht verlängert (wir berichteten). Wie die beiden Städte erklärten, beendet im Zuge dessen der WOBAU-Geschäftsführer Michael Küpper zur Mitte nächsten Jahres seine Nebentätigkeit bei der GWG. Die Position wird künftig mit einem hauptberuflichen Geschäftsführer neu besetzt.

Die bisherige Kooperationsvereinbarung sieht in erster Linie technische Unterstützung der WOBAU Velbert durch die GWG Wülfrath vor. Seitens der Velberter beinhaltet die Absprache zudem die Bereitstellung kaufmännischen Know-hows und das Ausleihen ihres Geschäftsführers für 1,5 Tage pro Woche vor Ort an die Wülfrather. Leistungen, die beide Unternehmen zukünftig aufgrund der Vielzahl der anstehenden Aufgaben nicht mehr oder nicht vollständig erbringen können. So steht in der Kalkstadt im Januar mit dem Start des ersten Bauabschnitts des Quartiers Halfmann-/Havemannstraße eines der größten Projekte der letzten Jahre an, und auch in Velbert sind umfangreiche Bauunternehmungen geplant.

Der Notwendigkeit einer von der GWG gewünschten höheren Geschäftsführerpräsenz in Wülfrath können die Velberter nicht nachkommen: Da auch die WOBAU einen weiteren Anstieg ihrer Projekte und Verantwortlichkeiten erwartet, kann sie ihren Geschäftsführer Michael Küpper nicht über die ursprünglich vereinbarten Tage hinaus der GWG zur Verfügung stellen. „Deshalb gab es für uns nur eine Schlussfolgerung – nämlich die Kooperation nicht zu verlängern“, erklärt WOBAU-Aufsichtsratsvorsitzender Hermann-Josef Schmitz.

Bürgermeisterin Claudia Panke, Vorsitzende der Gesellschafterversammlung der GWG, erläutert: „Wohnungsbau stellt in Wülfrath ein strategisch sehr wichtiges Thema dar. Gerade in den letzten Jahren ist der Druck auf die Kommunen gestiegen, Wohnraum zu schaffen. Die GWG ist mit Hilfe attraktiver Förderprogramme mit mehreren Bauabschnitten in die Quartiersentwicklung Halfmann-/Havemannstraße eingestiegen.“

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Demzufolge haben sich nach Pankes Worten die Anforderungen an eine künftige Führung des Unternehmens verändert. „Bei deren Bewältigung haben sich für uns in den letzten Monaten zwei dringende Fragen gestellt. Haben wir die Kapazitäten, der WOBAU weiterhin unsere technische Unterstützung anzubieten? Und: Kann die erfolgreiche Führung der GWG vor diesem Hintergrund in Teilzeit erfolgen?“ - Beide Antworten lauten nein, so Panke. „Die logische Konsequenz ist, dass die GWG künftig wieder von einem Allein-Geschäftsführer geleitet wird.“ Bis dieser gefunden ist, ist die Bürgermeisterin froh, „dass wir die nächsten Monate weiter auf Herrn Küpper zählen können, und danke ihm bereits jetzt für sein bisheriges und kommendes Engagement“.

Für den Übergang konnte der zweite Geschäftsführer der GWG, Udo Switalski, gewonnen werden, seine Tätigkeit nicht – wie geplant – zum Ende des Jahres niederzulegen, sondern dem Unternehmen weiter zur Verfügung zu stehen.

„Ich bin überzeugt, dass sowohl die WOBAU als auch die GWG in den letzten fünf Jahren viel von der Zusammenarbeit profitiert haben. Davon unabhängig konnten wir unsere eigenen technischen Kapazitäten weiter ausbauen, so dass wir uns für die Zukunft bestens aufgestellt sehen“, kommentiert der WOBAU-Aufsichtsratsvorsitzende Schmitz die Entwicklung. „Gleichzeitig freuen wir uns natürlich, Herrn Küpper nun ganz für uns zu haben, denn auch in Velbert stehen spannende Projekte an, bei denen wir auf seine Führung zählen.“

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