In Wülfrath ist Kirche modern.

Wülfrath: Evangelische Jugend bittet zum Brunch

Die jugendlichen Ehrenamtler wollen sich „voll ins Zeug legen“ und laden die Gemeinde zu einem genussvollen sowie fröhlichen Vormittag ein. Kirche ist moderner und interessanter geworden, sagen sie.

Es wird aufgetischt. Für Sonntag, 16. September, lädt die Jugend der Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Wülfrath zu einem Gemeindebrunch in der Kulturkirche ein. Es soll ein genussvoller und fröhlicher Vormittag für Jung und Alt werden. Die jugendlichen Ehrenamtler versprechen, dass sie sich „voll ins Zeug legen“, damit ihre erste eigene Veranstaltung dieser Art ein voller Erfolg wird. Wenn man das Team persönlich erlebt, hat man daran keinen Zweifel.

Los geht es am Sonntag um 9 Uhr morgens mit dem Frühstücksbuffet. Aufgetischt wird alles, was zu einem guten Frühstück dazugehört: Brötchen, Cornflakes, Obst und Gemüse, Eier, aber auch Waffeln und Fingerfood. Die Getränke wie Kaffee oder Orangensaft sind im Eintrittspreis inbegriffen, und natürlich gibt es auch Sekt, wie es beim Brunch üblich ist.

Die Teamer betonen, dass auch an Veganer, Vegetarier und solche, die keine Laktose vertragen, gedacht wurde. „Ab 9 Uhr ist das Buffet eröffnet, aber auch um halb zehn oder zehn wird es noch genug leckeres Frühstück geben“, versichert Jugendsprecher Lukas Kauls. Um 11 geht es dann mit warmem Mittagessen weiter. Was genau, wird noch nicht verraten, es wird jedoch Karatoffelgratin dabei sein und eine „Live-Cooking-Station“.

Die evangelische Jugend ist sehr engagiert in ihrer Gemeinde. Ältere Ehrenamtler betreuen die Konfirmanden und bieten immer donnerstags den „Drachenclub“ für Kinder zwischen 5 und 10 Jahren an. Von 16.30 bis 18 Uhr wird im Gemeindehaus am Pütt gespielt, gebastelt und gesungen. Der Freitagabend richtet sich dann wieder an die älteren Jugendlichen: Im „Club 23/7“ treffen sich Teamer, Konfirmanden und Gäste zu einem Beisammensein von 17.30 bis 22 Uhr.

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Für beide Angebote gilt: man muss nicht evangelisch sein, um dazukommen zu dürfen. „Man kann auch Freunde mitbringen“, sagt Teamer Charlotte Hein. Jugendleiterin Yvonne Schulter versichert: „Unsere Ehrenamtler können toll mit Kindern umgehen.“ Sie lernen das in einer einjährigen Ausbildung und bilden sich alle zwei Wochen bei einem Helferkurs weiter.

Auch deshalb ist der Gemeindebrunch ein Fest für alle Generationen. Senioren sind genauso willkommen wie junge Familien, die ihre kleinen Kinder in der Vor-Ort-Betreuung durch die Ehrenamtler gut aufgehoben wissen. So können Oma und Opa gemütlich Kaffee trinken, während die Enkel mit Spiel- und Bastelangeboten beschäftigt sind. Das Team hat fast alles alleine organisiert, mit ein wenig Unterstützung der Eltern, die Speisen für das Frückstücks- und Mittagsbuffet beisteuern werden.

„Es sind sehr viele Hände involviert in diesem für uns neuen und aufregenden Projekt“, sagt Lukas Kauls.

Während die Kirchen insgesamt mit Mitgliederschwund zu kämpfen haben, steigt zugleich die Motivation derer, die noch oder neu dabei sind. „Es ist anders als früher“, sagt Lara Schäck. „Der Konfirmanden-Unterricht ist moderner und interessanter geworden.“ Charlotte Hein ergänzt: „Wir haben heute mehr Mitspracherecht als frühere Generationen. Zum Beispiel unser Brunch - wir machen das einfach“. Religion und Glaube spielen auch heute noch eine Rolle bei Jugendlichen.