In Wülfrath informiert die Polizei über Einbruchschutz

Polizei informiert: Vorsicht – Winterzeit ist Einbruchzeit

Mit dem Infomobil ist die Kriminalprävention der Kreispolizei in Wülfrath und informiert über Schutz vor Dieben.

Die Tage werden kürzer, die Dunkelheit bricht früh herein. Während der Winterzeit steigen – statistisch gesehen – die Einbruchszahlen an. „Wir sind in der heißen Phase“, meint auch Kriminalkommissar Udo Wilke vom Kriminalkommissariat Kriminalprävention/Opferschutz der Kreispolizeibehörde Mettmann, der mit seinem Kollegen Holger Kresken jetzt vor der Sparkasse in Wülfrath mit dem Infomobil darüber aufklärte, wie sich Bürger am besten vor einem Einbruch schützen können. „Da es früher dunkel wird, kann man früher erkennen, ob jemand zuhause ist“, sagt er. Deshalb sei es ratsam, mit einer Zeitschaltuhr das Licht in der Wohnung einzuschalten, um eine Anwesenheit vorzutäuschen. Das Bild des nächtlich in Häuser einsteigenden Einbrechers, das vor allem in TV-Krimis vermittelt wird, entspricht nicht den Tatsachen.

„Viele wird es wundern, aber die Haupteinbruchszeit ist tagsüber“, erklärt Udo Wilke, „zwischen 16 und 20 Uhr.“

Eine Zeit, in der es im Winter ebenfalls bereits dunkel ist. Eine Wülfratherin möchte sich über die Sicherung von Türen und Fenstern informieren. „Bei uns ist schon mal eingebrochen worden“, erzählt sie, „am zweiten Weihnachtstag.“ Und das obwohl jemand zuhause war. „Ich habe gesehen, dass da Licht ist, wo keins sein sollte“, erzählt sie weiter. Den Einbrecher – einen jungen Mann – hat sie dabei erwischt, wie er ihren Rucksack ausräumen wollte. „Ich sagte ‚na, das darf ja wohl nicht wahr sein‘, und dann ist er abgehauen.“

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Und wie ist der Mann reingekommen? „Ich hatte ein Fenster auf Kipp gestellt“, sagt die Frau. Gekippte Fenster sind meist eine Einladung für Einbrecher, wie Udo Wilke weiß: „Ein gekipptes Fenster ist ein offenes Fenster.“ Und Holger Kresken betont: „Das gilt auch für die Versicherung, die dann nicht zahlt.“ Wichtig sei es, alle erreichbaren Fenster – damit sind auch die gemeint, zu welchen man hochklettern kann – gut zu sichern.

„Die Einbrecher versuchen es ungefähr fünf Minuten lang. Wenn es bis dahin nicht geklappt hat, ziehen sie weiter“, erklärt Udo Wilke. Meist werden Fenster aufgehebelt. „Glasbruch ist selten.“ Auch Türen sollten gut gesichert sein, vor allem die in den oberen Etagen. „Ein Querriegelschloss hat bis zu zwei Tonnen Druckwiderstand“, weiß der Kriminalkommissar. Was ebenfalls abschrecken kann, ist eine gute Außenbeleuchtung. „Auch hinter dem Haus, mit Bewegungsmelder und Strahler“, sagt Wilke. Aber dieser sollte so hoch angebracht werden, dass er vom Täter nicht zerstört werden kann.

Gertrud Brüggemann ist gekommen, um sich über Fördermöglichkeiten zu informieren. Auch hier können die beiden Experten der Polizei Auskunft geben. Genauso führt die Polizei eine Liste mit seriösen Handwerksbetrieben, die sich mit mechanischer Sicherungstechnik auskennen. Was ebenfalls wichtig ist, ist die Aufmerksamkeit der Bürger, die die Polizei informieren. „Wenn einem merkwürdige Leute auffallen, die im Hausflur herumlungern“, meint Holger Kresken. Oder im Garten. „Auch, wenn es beim Nachbarn ist“, so Kresken, und Wilke fügt hinzu: „Die Leute sollen bei uns anrufen, wenn ihnen etwas Ungewöhnliches auffällt. Wir sind da auf die Bevölkerung angewiesen.“

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