1. NRW
  2. Städte
  3. Wülfrath

Herzog-Wilhelm-Markt in Wülfrath: Sofort duftet es nach Weihnachten

Herzog-Wilhelm-Markt in Wülfrath : Sofort duftet es nach Weihnachten

Beim 45. Herzog-Wilhelm-Markt in Wülfrath macht es die Mischung: 29 Buden haben am Wochenende eröffnet. Für viele Menschen gehört der Besuch des Adventsmarktes ganz einfach zur Vorweihnachtszeit. 2G wird kontrolliert.

Der typische Weihnachtsmarktduft steigt sofort bei der ersten Runde in die Nase. Eine Mischung aus Glühwein, Reibekuchen und Weihnachtsgewürzen zaubern ein vertrautes Gefühl. Darauf haben sich viele Wülfratherinnen und Wülfrather gefreut und kamen entsprechend zahlreich zum Eröffnungswochenende des 45. Herzog-Wilhelm-Marktes (HWM) auf den Kirchplatz.  

Ganz wie immer ist es aber coronabedingt nicht. Es gilt die 2G-Regel: Nur Menschen mit einem Impf- oder Genesenen-Nachweis können auf das Gelände. Kontrolliert wird dies am Eingang durch einen Security-Dienst, der den QR-Code, die Schwarz-Weiß-Klötzchen scannt. Danach müssen die Besucher einen Euro Schutzgebühr bezahlen und erhalten ein Bändchen. „Damit zahlen wir den Sicherheitsdienst“, erklärte der erste Vorsitzende des HWM Förderverein, Hans-Peter Altmann auf RP-Nachfrage. Rund 1200 Gäste kamen bereits am Freitagabend trotz Regenwetters, zeigte sich Altmann erfreut. Und auch zur offiziellen Eröffnung am Samstagmittag bei bestem Wetter bildete sich eine kleine Schlange vor dem Eingang. Eine „Eröffnung light“ nannte es Altmann. Denn aus Hygienegründen gab es dieses Mal kein Freibier.  

  • Kristin Meyer setzte sich nicht nur
    Handball : TB Wülfrath fegt Schlusslicht vom Parkett
  • Goran Tomic kann personell aus dem
    Fußball : 1. FC Wülfrath will seine Erfolgsserie ausbauen
  • Fußgängerzone mit Schäfchengruppe in der Wülfrather
    Stadtentwicklung : Neue Pläne für die Innenstadt

Der Stimmung tat das keinen Abbruch. „Die Leute freuen sich einfach, sich wieder treffen zu können und fast ein Stück Normalität zu erleben“, sagte Conny Herbes. Sie ist seit 42 Jahren mit dem Poffertjes Huisje beim HWM dabei. Der Markt gehöre einfach zur Tradition, zu der sich die Wülfrather gerne treffen. „Sicher hat man auch Bedenken. Aber mit der 2G-Regel hat man ein gewisse Maß an Kontrolle und es ist an der frischen Luft“, ergänzte sie. Extra früh ist Wülfratherin Silvia mit Bruder Michael und Schwägerin Carmen aus Bayern gekommen, um einen leckeren Glühwein zu genießen. „Die Einstellung war eigentlich, nicht zu gehen, weil es hier doch auch recht eng ist. Im Moment bin ich da zwiegespalten“, räumte Carmen ein. Vernünftiger sei es angesichts der Zahlen, auf solche Veranstaltungen zu verzichten. Mann Michael lobte aber das gut umgesetzte 2G-Konzept. Und weil es noch recht leer war, sind sie auf einen Glühwein geblieben.  

Auch einige Budenbetreiber hatten Bedenken. Vereinzelte sind abgesprungen, berichtete Hans-Peter Altmann. Von 31 konnten aber dennoch 29 Buden, auch dank neuer Betreiber, besetzt werden. Dennoch fehlen in diesem Jahr aus Hygienegründen das Kinderkarussell sowie der traditionelle Stand der Pfadfinder, bedauert er. Das ist aufmerksamen Besuchern wie Familie Kettler-Semmler sofort aufgefallen. Dennoch freuen sie sich über den HMW, auch wenn ein wenig das ungute Gefühl bei den steigenden Corona-Zahlen mitschwinge. „Das ist eine feste Institution und Tradition in Wülfrath. Aber die Skepsis ist da“, räumt Vater Thomas Kessler ein. Sie seien extra zum frühen Nachmittag gekommen, um einem möglicherweise dichten Gedränge zu entgehen. Dennoch: Wenn Wetter und Zahlen stabil bleiben, wollen sie in den nächsten Tagen vielleicht noch einmal kommen.