Große Betroffenheit nach Familiendrama in Wülfrath

Wülfrath : Große Betroffenheit nach Familiendrama

(tws) Die Betroffenheit ist groß nach dem Familiendrama, bei dem in Wülfrath ein 60-jähriger Mann mutmaßlich seine Frau, seine Mutter und anschließend sich selbst getötet hat (wir berichteten). „Es ist nicht zu verstehen.

Es gab keine Anzeichen – bis zuletzt nicht. Wir sind sprachlos“, schilderten am Wochenende Nachbarn im Gespräch mit unserer Redaktion. „Wie kann so etwas passieren?“ Sie haben keine Erklärung für die schrecklichen Ereignisse. „Wir haben keine Anhaltspunkte – über all die Jahre hinweg.“

Der 60-jährige Wülfrather, der vor der offensichtlichen Selbsttötung einen Brief an die Polizei abgeschickt hatte, galt in der Nachbarschaft als hilfsbereit und engagiert. Seine Frau hatte regelmäßig den Hund ausgeführt, der wohl ebenfalls von dem 60-Jährigen erschossen wurde. „Warum nur?“ – diese Frage stellen sich auch Menschen in den sozialen Netzwerken.

Keine Absperrung, die Rolladen vor den Fenstern des Hauses unweit des Panorama-Radweges in Wülfrath sind heruntergelassen. Es ist von außen nichts zu erkennen, was auf die Ereignisse in dem Gebäude hindeuten könnte. Gleichwohl fahren immer wieder Schaulustige vor dem Haus vor, blicken aus dem Seitenfenster ihrer Pkws und eilen davon.

Das Motiv ist unklar. Eine Mordkommission der Düsseldorfer Polizei ermittelt. Die Leichen sollen obduziert werden. In dem Brief an die Kreispolizeibehörde hatte der 60-jährige Mann erklärt, er habe am 7. November die beiden Frauen getötet. Seine Selbsttötung kündigte er für den 11. November an. Am 14. November ging der Brief bei der Polizei ein. Am Donnerstag fand die Polizei tatsächlich drei Menschen, die alle gewaltsam zu Tode gekommen sind. Mit einer Schusswaffe, die gefunden wurde, sollen die Taten verübt worden sein.

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