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Frühe Hilfen in Wülfrath: Das Familienbüro wächst und gedeiht.

Frühe Hilfen in Wülfrath : Das Familienbüro wächst und gedeiht

Die Räume in der Wülfrather Wasserwelt sind als „Familiencafé“ angelegt. Das verhindert Schwellenängste. Manche kommen auf ein Gespräch vorbei. Andere suchen die Antwort auf eine konkrete Frage.

Wie es in den letzten beiden Jahren häufig geschehen ist, hat die Corona-Pandemie auch die Umsetzung eines Familienbüros in Wülfrath verzögert. Doch Mitte August 2021 war es endlich soweit. Das Familienbüro wurde offiziell eingeweiht. „Wir haben lange davon geträumt“, verrät Jugendamtsleiterin Bärbel Habermann.

Die Idee zu diesem niederschwelligen Angebot kam auf der vierten Armutskonferenz zustande. Geeignete Räume konnten im Gebäude der Wülfrather WasserWelt gefunden werden. „Der Raum bot sich durch die zentrale Lage an“, betont Habermann. Außerdem ist er barrierefrei erreichbar. Denn die Leitsätze, wie „Kein Kind soll verloren gehen“ oder „Bildung und Unterstützung von Anfang an“ sollen im Familienbüro umgesetzt werden. Dabei möchte es Beratung und offener Treffpunkt für alle Familien – Mütter, Väter, Großeltern, Kinder und Jugendliche bieten.

Zum einen findet hier jeden Mittwoch von 9.30 bis 11.30 Uhr das Familiencafé statt. Geleitet wird es von Pia Peuser und Gabriele Garthe. „Wir sehen es als niederschwelliges Angebot mit Lotsenfunktion“, sagt Garthe. „Jeder kann mit seinem Anliegen kommen.“ Zum Familiencafé kommen überwiegend Eltern mit kleinen Kindern, die hier Antworten auf ihre Fragen bekommen können, sich austauschen oder einfach nur gemütlich sitzen und einen Kaffee oder Tee trinken. „Man kann sich unterhalten, muss aber nicht“, sagt Garthe. „Die Verweildauer ist völlig unterschiedlich.“

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So kommen manche nur, um schnell eine Frage zu stellen, andere bleiben länger. „Keiner muss bleiben“, betont Peuser. Es geht vor allem darum, die Eltern auf unkompliziertem Weg zu informieren. „Wir wollen bedarfsorientiert arbeiten“, sagt Gabriele Garthe. So werden auch Experten aus verschiedenen Fachbereichen eingeladen, um den Eltern mögliche Fragen zu beantworten, wie beispielsweise über Sprachentwicklung. Inzwischen hat sich die Arbeit des Familienbüros herumgesprochen. „Heute waren 16 Leute da“, freut sich Peuser über die Nachfrage.

Darüber hinaus hat das Familienbüro auch Kooperationspartner aus dem Netzwerk Präventionskette, die regelmäßig weitere Angebote im Familienbüro anbieten. Jeden Donnerstag von 10 bis 12 Uhr findet ein Eltern-Kind-Treff zum Austausch und Spielen statt, der von Eltern für Eltern organisiert wird. Einmal im Monat bietet der SKFM Mettmann eine anonyme und vertrauliche Frauenberatung an.

Das Programm wird weiter ausgebaut. So findet ab Februar einmal monatlich an wechselnden Tagen nachmittags die offene Sprechstunde der Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche der Bergischen Diakonie statt. Weitere Angebote sind noch in Planung, wie beispielsweise eine Sprechstunde für Eltern mit behinderten Kindern, die der LVR anbieten möchte. „Wir wollen uns mit unseren Kooperationspartnern regelmäßig austauschen“, sagt Pia Peuser.

So können Termine und Zeiten eventuell an die Bedürfnisse der Zielgruppen angeglichen werden. Es lohnt sich also, immer mal wieder einen Blick aufs aktuelle Programm des Familienbüros zu werfen.